|
Freitag, 3. Februar 2012
Laboe/Brodersdorf. Ortsvorsitzender Hans-Helmut Lucht konnte nicht nur reichlich Mitglieder, sondern auch Gäste begrüßen. Unter ihnen den Fraktionsvorsitzenden der CDU im Kreistag, Thomas Hansen, Bürgermeisterin Karin Nickenig, Fraktionschef Horst Etmanski und den Landtagsabgeordneten Werner Kalinka. Ehrungen standen danach im Mittelpunkt. Lucht ehrte unter anderem ein verdientes Mitglied, das leider krankheitsbedingt nicht dabei sein konnte. "Seit 40 Jahren gehört Franz Ulrich der CDU an. Er war mehr als drei Jahrzehnte Schriftführer und Gemeindevertreter. Seine Verdienste wurden 2011 mit der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft des Ortsverbandes besonders hervorgehoben", so Luchte. Für 25 Jahre Mitgliedschaft Laboe (CC) Vollbesetzt war die "Strandklause" beim Holsteiner Spezialitäten-Essen der CDU wurde Wolfgang Jahn gewürdigt. Er bringe sich aktiv in die kommunalpolitischen Diskussionen ein. "Tatkräftig packt er im Verein "Freunde des Kurparks" an. Das besondere Augenmerk des pensionierten Lotsen gilt der Gestaltung und Entwicklung des Laboer Hafens", sagte Lucht. Die Bürgermeisterin berichtete über die Gespräche zur Entwicklung des Laboer Hafenumfeldes. Werner Kalinka ergänzte, eine Förderung zwischen 50 und 60 Prozent sei möglich. Er habe dazu schon vor Monaten Kontakt mit Wirtschaftsminister Jost de Jager aufgenommen. Die Verbesserung des Hafenumfeldes sei für die Attraktivität Laboes bedeutsam, so der Abgeordnete. Im Mittelpunkt der Ausführungen der Fraktionsvorsitzenden stand die Finanzlage. Thomas Hansen: "Wir müssen bei den Ausgaben ansetzen. Dazu gibt es keine Alternative." Horst Etmanski berichtete über die jüngste Sitzung des Amtsausschusses. Dort sei von der Verwaltung mitgeteilt worden, dass bei den Personalkosten im Zuge der Zusammenlegungen des Amtes Probstei nicht alle Faktoren berücksichtigt worden seien. Die veranschlagten Ausgaben würden sich erhöhen, so Etmanski.
Freitag, 3. Februar 2012

Laboe (CC) Bootsbesitzer in Laboe gehen auf die Barrikaden. Grund dafür ist die neue Satzung, die den Schiffseignern eine erhöhte Gebühr für ihren Winterliegeplatz im Hafenbecken auferlegt. Die Gebühren erhöhen sich damit um 70 Prozent – eine Steigerung, die die Betroffenen nicht klaglos hinnehmen. Und eine Steigerung, die so auch nicht gewollt ist, meint dazu der Werkleiter Ulrich Thon, der diese Satzung auf der Grundlage des Beschlusses vom 16. Dezember 2010 erlassen hatte. Diese Steigerung sei nicht vertretbar, räumte Ulrich Thon auf PH-Nachfrage ein. Er bereite nun eine entsprechende Änderung vor, die er den Mitgliedern des Werkausschusses in der nächsten Sitzung vorlegen werde. Wie ist die Situation? Bisher haben Bootsbesitzer in Laboe für einen Sommerliegeplatz 24 Euro je Quadratmeter und für einen Winterliegeplatz – im Hafenbecken – sieben Euro je Quadratmeter gezahlt. Diese Sätze waren nun aufgrund der maroden Finanzlage angehoben worden. Am 16. Dezember 2010 beschlossen die Gemeindevertreter eine neue Satzung. Demnach sind nun für einen Sommerliegeplatz 30 Euro fällig, für den Winterliegeplatz zwölf Euro je Quadratmeter Wasserfläche. "Das ist unser Ende", erklärte Silke Schröder, als sie ihren Gebührenbescheid in Händen hält. In ihrem Fall muss sie für die "Nordmark" 426,20 Euro mehr zahlen, nur für den Winterplatz. "Diese Steigerung steht in keinem Verhältnis zu den Leistungen, die wir hier in Anspruch nehmen. Die Toiletten sind geschlossen, der Hafenmeister ist nicht da, die Stege sind nicht gestreut und der Zustand im Hafen spricht für sich. Kaputte Lampen, defekte Wasserhähne – wofür sollen wir so viel mehr bezahlen". Sie frage sich, wo denn in den vergangenen zehn Jahren ihre Liegegebühren geblieben seien und habe den Eindruck, die Finanzen sollen zulasten der Winterlieger saniert werden. In dasselbe Horn stößt auch Bernd Mattick, der mit seinem Eigenbau "Malin" ebenfalls gut 400 Euro mehr berappen muss – für nichts, wie er sagt. Thomas Kannegießer, Eigner des Seglern "Gefion" räumt ein, man hätte sich sicher auf eine Erhöhung von zehn oder 15 Prozent eingestellt, wie sie auch für den Sommerplatz fällig wurde, aber doch nicht auf einen solchen Sprung. "Das können wir nicht erwirtschaften", sagt der Schiffseigner. Zudem habe man keinerlei Ankündigung dieser Erhöhung erfahren, eine Satzung hänge nicht aus und so sei man überrascht worden und habe keine Zeit, sich in aller Eile einen anderen Liegeplatz zu suchen, beklagen die Betroffenen. Nicht nur für ihn ist ein anderer Liegeplatz im Winter eine echte Alternative. Denn auch Silke Schröder blickt auf vergleichbare Nachbarn wie Mönkeberg und Wendtorf, die allesamt günstiger seien. Karl-Christian Fleischfresser fackelt gar nicht lange. Er wolle sich nicht ärgern und geht im nächsten Winter an einen anderen Platz, für den er nur 200 Euro zahle. Wohin, will er nicht verraten. Werkleiter Ulrich Thon räumte ein, dies sei in der Tat unvertretbar und auch nicht gewollt. Den Grund sieht er in der veränderten Struktur. Denn bisher hatte es für Winterlieger zwei Gebührensätze gegeben. Sommerlieger hatten einen ermäßigten Satz von sieben Eruo bezahlt, reine Winternutzer wurden mit 15 Euro belastet. Dies war nun vereinheitlicht worden und mit zwölf Euro festgelegt. Das Ergebnis ist für alle unbefriedigend. Ulrich Thon kündigte an, diese Satz zu überarbeiten. "Ich möchte jetzt den Jahresliegerbeitrag einführen und der betrage dann neun Euro", so Thon. Diese Entscheidung soll der Werkausschuss dann in seiner nächsten Sitzung am Mittwoch, 15. Februar beraten.
Freitag, 3. Februar 2012

Laboe. Laboer Bootbesitzer gehen auf die Barrikaden. Einige wollen künftig den Hafen verlassen, wenn der Winter kommt, wie der Segler Karl-Christian Fleischfresser ankündigte. Grund ist die neue Hafenliege-Gebührensatzung. Die allerdings will Werkleiter Ulrich Thon überarbeiten und räumt „Fehler“ ein. Die Gebühren für einen Winterliegeplatz steigen für einige Bootsbesitzer um 70 Prozent. Schiffseigner wie Silke Schröder (von links), Bernd Mattick und Thomas Kannegießer wollen das nicht hinnehmen. Die Steigerung bedeutet für jeden von ihnen zusätzliche Kosten von über 400 Euro pro Wintersaison. Keine Gegenleistung, aber höhere Winterliegegebühren: In Laboe sind viele Bootsbesitzer sauer. Fotos Schmidt
Die Satzung über die neuen Gebührensätze vom 15. März 2011 beschert denen, die ihr Boot auch im Winter im Laboer Hafen liegen haben (Winterlieger) eine böse Überraschung: Erhöhungen um mehr als 400 Euro pro Winter sind die Folge. Betroffene wie Silke Schröder, Karl-Christian Fleischfresser, Thomas Kannegießer und Bernd Mattick können die Anhebung von sieben auf zwölf Euro pro Quadratmeter nicht fassen, denn sie stehe in keinem Verhältnis zu den Leistungen. „Wir nehmen keinen Strom, die Stege nicht sind gestreut, der Hafenmeister ist nicht da, und die Toiletten sind geschlossen“, schimpft Silke Schröder. Sie hält fassungslos ihren Gebührenbescheid in Händen, der ihr 1071,80 Euro in Rechnung stellt. Bislang hatte sie für die Wintermonate 624,80 Euro bezahlt. Hinzu kommen in ihrem Fall noch 2677 Euro für den Sommerliegeplatz. Es sei nicht so, dass sie kein Verständnis für Erhöhungen hätten, so Thomas Kannegießer. Für den Sommerliegeplatz werden nach der neuen Satzung 30 Euro je Quadratmeter fällig – bisher waren es 24 Euro. Diese Steigerung sei hinnehmbar, sind sich die Bootsbesitzer einig. Doch ein Anstieg um 70 Prozent, für die meisten um mehr als 400 Euro für die Wintermonate, sei nicht zu akzeptieren. Denn Leistungen nehmen die Winterlieger nicht in Anspruch, sie nutzten lediglich die Wasserfläche. Den Winterliegeplatz gebe es bei den Nachbarn in Wendtorf und Mönkeberg deutlich billiger, sagt Karl-Christian Fleischfresser. Er habe bereits die Konsequenz gezogen, wie er erklärt. „Ich will mich nicht ärgern und lege mein Schiff ab nächstem Winter in einen anderen Hafen. Dort zahle ich 200 Euro“, so Fleischfresser. Wohin er geht, will er nicht verraten. Wie kommt es zu dieser Gebührensteigerung? Werkleiter Ulrich Thon erklärt dies auf KN-Nachfrage mit einer veränderten Beitragsstruktur und räumte Versäumnisse ein. Eine solche Erhöhung sei nicht gewollt, er wolle nun eine Jahresliegegebühr einführen, kündigt Thon an. Demnach würden dann Bootsbesitzer, die während des gesamten Jahres ihren Liegeplatz nutzen (Jahreslieger) eine Gebühr von 39 Euro je Quadratmeter Wasserfläche zahlen. Darin sei dann eine Wintergebühr von neun Euro enthalten, erläutert Thon. Diese Änderung soll nun während der Sitzung des Laboer Werkausschusses am 15. Februar beraten werden. Asc
Wieviel zahlen die Nachbarn? Die Laboer liegen mit einem Preis von derzeit zwölf Euro je Quadratmeter Wasserfläche für einen Winterliegeplatz im mittleren Bereich. Beim Nachbarn Wendtorf beispielsweise zahlt der Bootseigner pauschal 250 Euro. Im Laboer Jachthafen Baltic Bay mit Schwimmstegen und modernster Ausstattung, einschließlich Steg- und Leinenkontrolle wird nicht nach Quadratmetern Wasserfläche berechnet, sondern nach der Länge des Bootes. Im Winter werden 25 Prozent der Sommerliegeplatz- Gebühren fällig. Im Verhältnis also weniger als im Laboer Kommunalhafen, denn dort kostet der Sommerplatz 30 Euro, der Winterplatz zwölf (25 Prozent wären 7,50 Euro). In den Häfen der Sporthafen Kiel GmbH wie Schilksee, Stickenhörn und Düsternbrook zahlt man 16 Euro für den Quadratmeter Wasserfläche im Winter, ohne Strom und Wasser. asc
"Von der Erhöhung kalt erwischt Bootseigner in Laboe ärgern sich über die Steigerung der Winterliege-Gebühren und suchen einen Ausweichhafen fürs kommende Jahr" vollständig lesen
Donnerstag, 2. Februar 2012
Laboe. Ehrungen standen im Mittelpunkt des Treffens der CDU Laboe/Brodersdorf zu ihrem „Holsteiner Spezialitätenessen“. Ortsvorsitzender Hans-Helmut Lucht zeichnete langjährige Mitglieder für ihre Parteitreue aus. Lucht würdigte den Einsatz von Franz Ulrich, der krankheitsbedingt nicht selbst dabei sein konnte. Ulrich sei seit 40 Jahren Mitglied der CDU und davon mehr als drei Jahrzehnte Schriftführer und Gemeindevertreter gewesen, so der Ortsvorsitzende. Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurde Wolfgang Jahn gewürdigt. Er bringe sich aktiv in die kommunalpolitischen Diskussionen ein und packe tatkräftig im Verein „Freunde des Kurparks“ an. Das besondere Augenmerk des pensionierten Lotsen gelte der Gestaltung und Entwicklung des Laboer Hafens, hieß es in der Laudatio. Die Laboer Bürgermeisterin Karin Nickenig erichtete über die Entwicklung des Laboer Hafenumfeldes, die auch der CDU-Landtagsabgeordnete Werner Kalinka als „überaus bedeutsam für die Entwicklung des gesamten Ostseebades Laboe“ bewertete. asc
Dienstag, 31. Januar 2012
Laboe (CC) Wer in den vergangenen Wochen auf dem Fördewanderweg auf Laboer Gebiet in Richtung "Aukrug" und Stein spazieren wollte, musste bereits in Höhe der Gaststätte Strandklause kehrt machen oder auf den parallel verlaufenden Weg in der Dünenlandschaft ausweichen. Das rund 400 Meter lange Teilstück war kurzfristig für Fußgänger gesperrt worden, Radfahrer konnten ihn bereits im vergangenen Jahr schon nicht mehr nutzen. Grund: Abgesackte Gehwegplatten und breit auseinanderklaffende Fugen sowie Unterspülungen machten das Passieren nicht gefahrlos möglich. Nachdem der seeseitige Rand des Weges von den überwachsenden Grassoden befreit war, zeigte sich das Schadensbild: Auf der gesamten Länge waren seeseitig die Gehwegplatten auf einer Breite von etwa 50 Zentimetern abgesackt. Das hatte auch zur Folge, dass über den gesamten Weg breite Fugen klaffen, die ein Befahren mit dem Fahrrad gefährlich machen. Außerdem ist in der Mitte der Weg stark unterspült, das das Regenwasser von der angrenzenden Ackerfläche quer über den Weg in Richtung Ostsee hinab fließt. Hier sollte nach Auffassung der Verwaltung ein Durchlass hergestellt werden, um zukünftige Schäden zu minimieren. Zur Diskussion standen nun vier Varianten, wie die Gemeinde mit der Situation verfahren will – von der kompletten Wiederherstellung des Weges bis hin zur dauerhaften Sperrung. Denn: Parallel zu diesem Weg verläuft die Dünenlandschaft, auf die derzeit Radfahrer und Fußgänger ausweichen müssen. Nach langer Diskussion und dem Blick auf die Gemeindefinanzen war klar: Die Gemeinde Laboe will nun das Teilstück reparieren. Ein Provisorium erstellen, um "später mit Hilfe von Fördermitteln" den Weg komplett zu sanieren. Denn für eine ordentliche Sanierung, also einen Austausch aller Platten in voller Breite und den Neubau des Weges, wären 33.000 Euro aufzubringen. Da die kreditfinanziert werden müssten, die Kommunalaufsicht aber die Hand auf dem Geld hat, entschieden sich die Ortspolitiker für die einfache Reparatur des Weges. Kosten: 12.000 Euro. Damit bleiben die Radfahrer allerdings weiterhin außen vor. Die müssen aufgrund der breiten Fugen und der damit verbundenen Unfallgefahr auch weiterhin den Weg durch die Dünenlandschaft nutzen. Für Jörg Erdmann (CDU) ist diese Entscheidung unbefriedigend. Denn wieder ist es nur ein Provisorium. Er hätte für eine "vernünftige Wiederherstellung des Weges" plädiert, wisse aber, dass dafür keine Mehrheit zu bekommen sei. Die Nutzung von Fördermitteln aus dem überregionalen Topf der AktivRegion konnte Amtsdirektor Sönke Körber, der gleichzeitig Vorsitzender der AktivRegion ist, nicht in Aussicht stellen. Er wisse nicht, wer in zwei Jahren Vorsitzender sei und wie die Förderkulisse dann aussehe, die sich ab 2014 ändere.
|