Mittwoch, 24. Juni 2009Der beste Bootsmann will Kampfschwimmer werdenLaboe – Als bester Bootsmann des Jahres 2008 muss man nicht unbedingt Seemeilen wie Bonuspunkte sammeln. Benedict Hans Christleven wurde gestern vom deutschen Marinebund in Laboe als bester Bootsmann der Flotte ausgezeichnet und hat dabei noch nicht eine Seemeile auf einem Bordkommando der Marine zurückgelegt. Der 20-jährige Zeitsoldat hat jedoch den Bootsmannslehrgang an der Marineunteroffizierschule als bester Teilnehmer des Jahres 2008 abgeschlossen.
Verteidigungsminister Franz Josef Jung lobte ihn für seine Leistung als „Leuchtturm“, der durch seine Leistung anderen Soldaten als Vorbild den Weg weise. Der aus Erftstadt bei Köln stammende Christleven war am 1. April 2006 zur Bundeswehr gekommen. Zunächst folgte er seinem Vater zum Heer. Nach neun Monaten zog es ihn dann aber zur Küste und erwechselte die Teilstreitkraft, kam in die Verwendungsreihe 76 der Marine. „Ich bin jetzt in Eckernförde bei den Marineschutzkräften stationiert, das ist auch sehr fordernd“, sagt er. Die nächste Herausforderung beginnt im November. Dann startet er seine Ausbildung bei den Kampfschwimmern. Karl Heid, Präsident des Deutschen Marinebundes, übergab den Preis in Form der traditionellen Bootsmannsmaatenpfeife und lobte auch die Leistungen des jungen Soldaten, der als bester unter mehreren hundert Lehrgangsteilnehmern des Jahres 2008 an der Schule in Plön seine Ausbildung absolvierte.
Heid wie auch Jung würdigten die Rolle des Bootsmanns in der deutschen Flotte. Diese als Zeit- und Berufssoldaten dienenden Fachkräfte tragen durch ihre Erfahrung bei langjährigen Verwendungen erheblich zur hohen Einsatzbereitschaft der Marine bei. FB Dienstag, 23. Juni 2009Gottesdienst in Laboe mit Plattsnacker Joachim Schuldt...achte darauf, dass sich die Menschen nach einer Begegnung mit Dir reicher fühlen als vorher... Auch Mutter Theresa hat das sicher nicht immer geschafft, aber wenn sich jeder nur ein bisschen auf ihre Worte besinnt, mag es in der Welt ein bisschen weniger Streit und „Övelsnackeri över anner Lüüd“ geben, glaubt Plattsnacker Joachim Schuldt (Foto).
Gemeinsam mit Pastorin Andrea Noffke wird er im Gottesdienst am Sonntag, 28. Juni, 10 Uhr, in der Anker Gottes-Kirche in Laboe das Zusammenleben der Menschen zum Thema machen. Denn der Mensch ist schließlich ein Herdentier und Soziologen haben bewiesen, dass Zeitgenossen mit einem stabilen Netzwerk seltener krank sind und auch länger leben. Also vielleicht, so überlegt Schuldt,sollte an die Stelle von teurer Medizin die Mitgliedschaft in Vereinen oder der Kirche verordnet werden... Gedanken, die Schuldt in seiner plattdeutschen Predigt humorvoll und dennoch mit ernstem Hintergrund ein wenig ausbreiten will. Im Anschluss an den Gottesdienst lädt die Kirchengemeinde Laboe zu einem Klönschnack. Text und Foto: Schmidt Montag, 22. Juni 2009"Ostseebande" den Söhnen gewidmet
42-Jährige aus Laboe schreibt ein Kinderbuch und gewinnt einen Preis
Laboe – Germany’s Next Top-Autor? Karen Nielsen aus Laboe hat sich ans Schreiben gewagt. Ergebnis: Mit ihrem Manuskript für ihr erstes Kinderbuch „Ostseebande“ gewann sie beim „Förderpreis 2008“ der Hamburger Akademie für Fernstudien den zweiten Platz. Tom, Christopher, Spotty und Kalle, der quirlige Jack Russel Terrier, ertappen Diebe auf frischer Tat. Beim Stehlen der Motorjacht des dänischen Konsuls. Sie lernen den verschrobenen Druiden Rufus kennen, der in einer Steinhöhle am Ostseestrand haust. Und die beiden Otter „Salmiak“ und „Pastille“. Gemeinsam gehen sie auf Verbrecherjagd und stoßen dabei auf die Schatulle des Merlin, ein silbernes Kästchen ohne Scharnier und Schließe... „Ich wollte einfach mal etwas Neues machen, mich ausprobieren“. Als die Grafik-Designerin die Idee zum Schreiben hatte, war sie 40 Jahre alt. Sie packte die Gelegenheit beim Schopfe, schrieb sich ein an der „Schule des Schreibens“ und ackerte. Dass dabei ein Kinderbuch herauskam, ist Ehemann Jan als Ideengeber und den beiden Söhnen Henry und Pit als schier unerschöpfliche Quell für Recherchen zu verdanken. Die beiden Fünf- und Achtjährigen waren gleichzeitig ihre kritischsten Zuhörer und Messlatte für die Hobby-Autorin. Ist es noch spannend? Und trotzdem kindgerecht? Nun soll das Buch natürlich auch herauskommen, das die 42-Jährige ihren Söhnen widmet. Doch die Suche nach dem Verleger ist nicht leicht, einige Absagen hat Karen Nielsen bereits kassiert. Doch sie gibt nicht auf: „Versprochen ist versprochen.“ asc Donnerstag, 11. Juni 2009Alternative zum Alt-Sein
Laboer planen gemeinsames Wohnprojekt Laboe – Es ist gut 15 Monate her, dass Wilhelm Kuhn und Rüdiger Radden gemeinsam mit einer Gruppe Gleichgesinnter ihr Konzept für ein alternatives Wohnprojekt in Laboe vorstellten. Diese Idee hat nun Planungsreife erreicht und geht in die Umsetzung. Eine Planungsgesellschaft, die am Ende in eine Eigentümergemeinschaft münden soll, steht kurz vor der Gründung. Wilhelm und Heidemarie Kuhn aus Laboe, Ulrich und Waltraud Pawlitzki aus Barsbek, Hannelore Nagel und Rüdiger Radden aus Brodersdorf oder Ingelore Wiese aus Laboe haben eines gemeinsam: sie befinden sich in ihrem „dritten Lebensabschnitt“, den sie neu gestalten wollen. Gemeinsam Kochen, sich für den anderen verantwortlich fühlen, sich austauschen und voneinander lernen – aus der Idee ist nun ein konkretes Projekt geworden. Sie stellen dabei den Gemeinschaftsgedanken, Aktivität und die soziale Verantwortung in den Mittelpunkt. „Wir wollen den Eintritt ins Rentenalter nicht gleichsetzen mit dem Alt-Sein. Hier sind eine Menge Erfahrungen versammelt, die weitergegeben werden können“, erklärte Rüdiger Radden. Von einem Wunsch allerdings musste sich die Gruppe verabschieden: ein Standort im Ortskern von Laboe. „Aber wir wollten nicht länger warten“, erklärte Wilhelm Kuhn. Er stellt nun nach Prüfung der bauplanungsrechtlichen Voraussetzungen sein rund 3000 Quadratmeter großes Grundstück im Lammertzweg zur Verfügung. Dort soll das neue Haus mit rund 1000 Quadratmetern Wohnfläche auf drei Ebenen mit individuell geplanten Wohneinheiten für bis zu zwölf Parteien entstehen. Kern des Projektes sind Gemeinschaftsräume, die das „nachbarschaftliche Miteinander“ ermöglichen. Den Nachteil der Ortsrandlage, so finden alle Beteiligten, wiegen die Ruhe und der traumhafte Blick auf die Kieler Förde allemal auf. „Diese Gründe haben unsere Entscheidung begünstigt“, schwärmt Ingelore Wiese. Sie freut sich auf das gemeinsame Haus, in dem noch Platz ist für einige Interessenten. „Wir sind jetzt in einer spannenden Phase, in der wir als Bewohner das Neue noch mitgestalten können“, wirbt sie für das Projekt. Denn Platz hat die Gruppe noch für weitere Interessenten. „Wir würden uns auch über jüngere Leute oder Alleinstehende mit Kindern freuen“, sagte Radden. Die Gruppe will nun eine Planungs- und Bau-GbR gründen, Ende des Jahres den Bauantrag stellen und im nächsten Frühjahr mit dem Bau beginnen. „Wir hoffen, im Sommer 2010 den Bau unter Dach zu bekommen“, so die, nach Meinung Raddens, realistische Planung. asc Donnerstag, 11. Juni 2009
Laboer Grundschule bleibt in der ... Geschrieben von C. Saager
in Gemeinde, Personen, Politik um
18:39
Laboer Grundschule bleibt in der Ferien geschlossenEltern zeigten zu wenig Interesse an einer Betreuung Laboe – Es wird aufgrund mangelnder Nachfrage während der Sommerferien keine Schülerbetreuung durch die Grundschule Laboe geben. Das teilte Bürgermeisterin Karin Nickenig in der Sitzung des Finanzausschusses mit. Das Konzept von Schulleiter Roland Reimer war von den Gemeindevertretern einhellig begrüßt worden. Maßgabe allerdings war die Kostenneutralität, die nur ab mindestens zehn Kindern erreicht werden konnte. Diese in der Gebührensatzung festgeschriebene Zahl wurde jedoch für keinen der vier angebotenen Zeiträume erreicht. Verbindliche Anmeldungen gab es im höchsten Falle neun. Man müsse nun für das nächste Jahr über eine Änderung der Satzung nachdenken, denn es sei ein gutes und wichtiges Angebot für berufstätige Eltern, so der Tenor. Eine Diskussion gab es hinsichtlich der Unterstützung der im Februar gegründeten Pfadfindergruppe: Sie hatte für ihre Sommerfahrt einen Zuschuss von rund 1250 Euro für zwei Zelte beantragt – zu viel für die LWG. „Wir diskutieren um 1000 Euro für Volkshochschule, und hier wollen wir einen Verein fördern, der sich erst vor einigen Monaten gegründet hat“, monierte Jürgen Schröder (LWG). Die CDU-Fraktion sprach sich „für eine Anschubfinanzierung der jungen Gruppen“ in Höhe von rund 500 Euro (für ein Zelt) aus. Diesem Kompromiss konnten sich alle anschließen. Die Planung für die Schulküche muss überdacht werden, da die Maßnahme nicht, wie erhofft, aus dem Konjunkturprogramm gefördert wird. Der Herrenkochclub als einer der drei künftigen Nutzer hat der Gemeinde nun eine „höhere finanzielle Beteiligung“ angeboten. Die konkrete Bedarfsplanung einschließlich Kosten stünden noch aus, so die Information. asc |
KalenderSucheKategorienBlog abonnierenVerwaltung des Blogs |
