Montag, 20. Juli 2009
Notdurft notdürftig in Laboe Geschrieben von C. Saager
in Gemeinde, Personen, Politik, Tourismus um
10:47
Notdurft notdürftig in LaboeFür Container-Lösung: Dauerthema öffentliche Toiletten im Werkausschuss entschieden Laboe – Das war eine schwere Geburt. Nach einer Stunde Diskussion fiel die Entscheidung im Laboer Werkausschuss: In Höhe der DRK-Station an der Strandpromenade soll ein Toiletten-Container aufgestellt werden. Überraschend kann die beauftragte Firma nun allerdings nicht sofort liefern. Der Container-Standort war bereits vor Wochen diskutiert und im Bauausschuss abgesegnet worden, mit einer Gegenstimme (SPD) fiel nun auch die Entscheidung über die technischen Details. Ein Container mit einer Behindertenkabine und jeweils Damen- und Herren-WC soll „für zwei bis drei Jahre“ an der DRK-Station als „temporäre“ Lösung dienen, wird also zum Winter ab- und im Frühjahr wieder aufgebaut.
Während nun die Tiefbaufirma in den Startlöchern steht (zwei Tage Gründung, zwei Tage Bau der hölzernen Zuwegung), gibt es allerdings ein Problem hinsichtlich der Verfügbarkeit des benötigten Containers. Die Firma „Sani“ habe ihm drei Wochen Wartezeit in Aussicht gestellt, mit viel Glück könne vielleicht ein umgerüsteter Container in zwei Wochen beschafft werden, erläuterte Städteplaner Oliver Kühle den Zeitplan. Die Überlegungen, den Container eventuell als Dauerlösung zu installieren, lehnt Kühle deutlich ab: „Es sollte nicht das Ziel eines Ostseebades sein, öffentliche Toiletten dauerhaft in einem Container anzubieten“. Und im Rahmen der Kosten-Diskussion über Miete oder Kauf eines Containers sowie den Neubau eines festen WC-Gebäudes machte sich Kühle für einen feste Lösung stark. Der Preis für einen Neubau würde den für den Kauf eines Containers als dauerhafte Lösung nur um etwa 20 Prozent übersteigen, rechnete Kühle vor – ohne allerdings konkrete Zahlen zu nennen. Für Unmut sorgte die SPD mit einer erneuten Standortdebatte. Wichtiger als der jetzt gewählte Standort an der DRK-Station („bis zum nächsten WC sind es 150 Meter“) sei die Kreuzung Lesehalle/Strandstraße/ Probsteier Platz. Die dortige Anlage (bewirtschaftet vom Restaurant „Buena Vista“) reiche für die in dem Bereich verlaufenden Menschenströme nicht aus, findet Fraktionsvorsitzende Ulrike Mordhorst. Werkausschussvorsitzender Horst Etmanski (CDU) bat darum, diesen Punkt im Rahmen der Diskussion um die Gestaltung der Promenade erneut aufzugreifen. Kopfschütteln erntete Hermann Fiege (SPD), als er auf den Hinweis aus dem Publikum auf das Behinderten-WC in der Eisdiele „Ortolan“ vorschlug: „Dann braucht doch die Gemeinde keines mehr bauen.“ Die Bürgermeisterin solle über die Mitnutzung Gespräche mit dem Gastwirt führen. Die Laboer Wählergemeinschaft und CDU drängten indes auf einen Beschluss. „Wenn wir jetzt nicht entscheiden, brauchen wir das für diese Saison nicht mehr“, so Jürgen Schröder (LWG). Die Haushaltsmittel von 20 000 Euro stehen für die jetzt beschlossene, abgespeckte Variante ohne Holzzaun bereit. asc Montag, 20. Juli 2009
Kühler Wein in einer lauen Sommernacht Geschrieben von C. Saager
in Gemeinde, Kultur, Personen, Tourismus um
09:02
Kühler Wein in einer lauen SommernachtBeginn des 7. Laboer Weinfestes mit Verwöhnfeeling Laboe – Schöner kann ein Sommerabend kaum sein. Wasser, Schiffe, Wein, Musik – das 7. Laboer Weinfest bietet noch bis Sonntagabend im Rosengarten ein echtes Urlaubs- und Verwöhnfeeling. Die Sonne scheint am Donnerstagabend, die „Color Fantasy“ nimmt Kurs auf die offene See und der Shanty-Chor singt das Laboe-Lied. Vier Winzer von der Mosel, der Nahe und der Ahr haben ihre Weinstuben in den Rosengarten verlegt und kredenzen dort ihre Weine. „Der Jahrgang 2008 ist leichter ausgefallen als in den Vorjahren, damit sind wir sehr zufrieden“, sagt Georg Andre. Seine Spezialität ist der Riesling. Doch während er bei den heimischen Kunden „95 Prozent Weißen“ verkauft, ist in Laboe vor allem „Roter“ gefragt.
Der Winzer ist vom ersten Weinfest an dabei, das seinen Ursprung in privaten Kontakten hatte und nach einer überaus erfolgreichen Premiere längst seinen festen Platz im Veranstaltungskalender besitzt. Darüber freuen sich auch das Winzerehepaar Doris und Oscar Bastian aus Brauneberg. „Es ist einfach eine schöne Stimmung hier in Laboe. Wir haben keine Weine von der Stange und das wissen die Gäste zu schätzen“, erzählt Doris Bastian. Sie sind zum zweiten Mal dabei und schenken ihren guten Tropfen in einem ansprechend dekorierten Verkaufsstand aus. Denn: „Auch das Ambiente zählt“, finden Wilma Thode, Marie Voß und Brigitte Stringe aus Laboe sowie Gerda und Hermann Lößner aus dem Rheinland. Auch für Organisator Volker Arp vom Tourismusbetrieb ist das Weinfest „eine sehr harmonische Veranstaltung. Alles läuft ruhig ab und die Stimmung ist immer gut“. Testen kann man das noch bis Sonntagabend. Das musikalische Bühnenprogramm bestreitet heute Abend DJ „RoRa“ und am Sonntag erklingen „Shantys und Seasongs“. Geöffnet sind die „Weinstuben“ jeweils ab 13 Uhr. asc Montag, 20. Juli 2009
Würdigung für die Jugendarbeit Geschrieben von C. Saager
in Gemeinde, Personen, Sport und Erholung um
08:48
Würdigung für die JugendarbeitFörderverein des VfR Laboe überreichte Scheck über 4500 Euro Laboe – Grund zur Freude gab es bei den jugendlichen Kickern des Vereins für Rasensport (VfR) Laboe: Im Rahmen der 6. Fußballtage des VfR übergab der Förderverein einen symbolischen Scheck über 4500 Euro für die Jugendarbeit im Verein. Rund 500 Jugendliche aus dem ganzen Kreis Plön lieferten sich am Wochenende auf dem Stosch-Platz spannende Turniere um Tore und Pokale. Der VfR Laboe veranstaltete zum sechsten Mal die Fußballtage und stellte damit nicht zuletzt eine aktive Jugendarbeit unter Beweis, die mit der symbolischen Scheckübergabe auch eine besondere Würdigung erfuhr.
„Ohne diese Hilfe könnten wir viele Dinge gar nicht leisten“, erklärte VfR-Vorsitzender Michael Schnoor. Die gut 100 Mitglieder des Fördervereins unterstützen mit ihren Spenden die Arbeit mit dem und für den Nachwuchs. „Uns liegt es sehr am Herzen, dieses wichtige Engagement der ehrenamtlichen Betreuer finanziell zu unterstützen“, erklärte Wolfgang Richter, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins. Doch aus Altersgründen leide auch der Förderverein unter Mitgliederschwund, so dass man ständig um neue Förderer werbe. Schon für 15 Euro im Jahr könne man dem Kreis der Unterstützer beitreten. „Die meisten geben allerdings mehr“, sagte Richter mit Blick auf die stolze Spendensumme. asc Montag, 20. Juli 2009Briefe an die Redaktion„Lieber Schulden tilgen“ Zum Art. „Erneute zeitliche Verschiebung“, Ostholsteiner Zeitung vom 9. Juli Was geht in der Gemeindevertretung von Laboe vor? Zu Zeiten einer schweren wirtschaftlichen Lage, rückläufiger Gewerbesteuereinnahmen, rückläufiger Urlauberzahlen (Nordrhein-Westfalen hat Ferien, vor Jahren war Laboe dann ausgebucht, heute merkt man kaum etwas von Urlaubern) soll ein Projekt in geschätzter Höhe von drei Millionen Euro durchgeführt werden! Man rechnet mit 25 Prozent, d.h. 750 000 Euro, die die Gemeinde selbst aufbringen muss. Also ein weiterer Kredit. Und das dürfte noch nicht die letzte Summe des Eigenanteils sein. Erfahrungsgemäß fallen die Kosten für solche Projekte immer viel höher aus. Es ist ja lobenswert, das Gebiet um den Hafen neu zu gestalten. Doch sollten hierbei die finanziellen Gegebenheiten ganz kritisch betrachtet werden. Ist es bereits wieder vergessen, dass Laboe vor einigen Jahren unter Zwangsverwaltung stand? Und wenn ich überlege, wie schwer sich die Gemeindevertretung tat, der Volkshochschule einen Zuschuss zum weiteren Bestehen zu gewähren. Da ging es nur um ca. 6 000 Euro. Wenn Laboe tatsächlich Geld zur Verfügung hat, um den genannten Kredit in Höhe von ca. 750 000 Euro zu tilgen, dann sollte doch dieses Geld besser für die Tilgung der vorhandenen Schulden genommen und nicht noch wieder neue Schulden aufgenommen werden. Astrid Grellert Laboe |
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