Dienstag, 21. Juli 2009
Kioske an der Laboer Promenade ... Geschrieben von C. Saager
in Gemeinde, Personen, Politik um
08:54
Kioske an der Laboer Promenade sollen bleibenWerkausschuss befasste sich mit Strand, Taxis und Eigenbetrieb Laboe – Die Standorte der jetzt vorhandenen Kioske an der Promenade in Laboe sollen erhalten bleiben, die „kleinen Büdchen“ an den Strandzugängen nicht um öffentliche Toiletten erweitert werden. Dafür sprachen sich die Mitglieder des Werkausschusses „Hafen, Tourismus und Schwimmhalle“ aus und gaben Planer Oliver Kühle damit eine Vorgabe für ein Gesamtkonzept. Man habe im Strandbereich ein ausreichendes gastronomisches Angebot und wolle die Kioske im bisherigen Umfang erhalten. Ein Pächter hatte bezüglich einer Erweiterung angefragt, auch unter der Maßgabe, sich an der Investition zu beteiligen. Oliver Kühle erinnerte daran, dass eine Bestandsaufnahme des baulichen Zustandes der Kioske und Buden vor einigen Monaten (wir berichteten) gezeigt habe, dass einige der Bauten über kurz oder lang „abgängig“ seien. Bürgermeisterin Karin Nickenig (CDU) informierte über ein Anliegen des örtlichen Taxi-Unternehmers, der an seiner Zentrale am Hafenplatz eine acht Meter hohe Funkantenne aufstellen will. Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um die Hafenvorfeldgestaltung fürchtet die Bürgermeisterin um die Optik, Helmut Lucht (CDU) hingegen plädiert dafür, das örtliche Unternehmen zu unterstützen. „Wir sind froh, dass wir ein Taxi-Unternehmen im Ort haben und wir wollen es auch im Ort halten“, sagte er. Das Bauamt soll nun prüfen, inwieweit die Anlage genehmigungspflichtig ist und ob ein anderer Standort dafür vorhanden wäre. Der Jahresabschluss des Eigenbetriebes habe sich insgesamt um rund 50 000 Euro verbessert, allerdings weise die Bilanz trotzdem ein Defizit von 134 000 Euro aus, berichtete die Bürgermeisterin. Der Prüfer habe eine Veränderung des Preisgefüges angemahnt und der Werkleitung ein „ordentliche Geschäftsführung“ bescheinigt, so Nickenig. Diskutiert wurde auch über das Für und Wider der Gründung eines Eigenbetriebs aus Schwimmhalle, Tourismus- und Hafenbetrieb sowie Bauhof. Der dann einzustellende Betriebsleiter soll vor allem die ehrenamtliche Bürgermeisterin entlasten. Die funktionellen Vorteile (doppelte Verwaltungsarbeiten vermeiden, Kompetenzen bündeln) stünden außer Frage, doch die kaufmännische Seite sei zu prüfen, so der Tenor. Die SPD mahnte eine externe Prüfung und eine Kosten-Nutzen-Analyse durch einen Steuer- und Wirtschaftsfachmann an. „Es müssen steuerliche Aspekte und die zukünftige Rechtsform beleuchtet werden“, fand Fraktionsvorsitzende Ulrike Mordhorst. Das Thema ist auch Gegenstand auf der heutigen Gemeindevertretersitzung. asc Dienstag, 21. Juli 2009
Wenn Kinder über den Gulli gehalten ... Geschrieben von C. Saager
in Gemeinde, Personen, Politik, Tourismus um
08:22
Wenn Kinder über den Gulli gehalten werden...Unhaltbare Zustände in Laboe – Toilettenfrage dringliches Problem Von Astrid Schmidt Laboe – Die Diskussion um die öffentlichen Toiletten in Laboe wird nicht nur von Vermietern, Gästen und Einwohnern verfolgt, sondern natürlich auch von Gastronomen. Vor allem Restaurantbetreiber im Strandbereich, deren gepachtete Immobilien der Gemeinde Laboe gehören, sind von der unzulänglichen Situation betroffen und hoffen auf eine zukunftsorientierte Gesamtlösung. Für einen Gast ist es wahrlich eine Horrorvorstellung, aus einem gepflegten Restaurant heraus auf eine ungepflegte, öffentliche Toilette gehen zu müssen, die den ganzen Tag über von Hunderten von Menschen zum Beispiel im Strandbereich benutzt wurde, wie es teilweise in Laboe der Fall ist.
Harald Bruhn von der Fischküche Laboe direkt am Hafen will seit langem die Toiletten übernehmen, sie für seine Gäste ausbauen und kräftig in seinen Betrieb investieren. Er freut sich, dass Schwung in die Diskussion kommt, und schlägt der Gemeinde für eine „optimale Versorgung aller“ den Neubau einer Toilettenanlage im Bereich Rosengarten/Promenade/ Nordmole vor. Für ihn ist das Angebot eigener Toiletten für seine Gäste eine wesentliche Voraussetzung, sein Restaurant „auf eine breitere Basis“ stellen zu können. „Ich könnte meine Küche vergrößern, das gastronomische Angebot erweitern und letztlich den Mitarbeitern unbefristete Arbeitsverträge anbieten“, erklärte Bruhn. Auch Hartmut May im „Buena Vista“ hat mit der Gemeinde die Vereinbarung, die Toiletten in der Lesehalle sowohl für seine Gäste als auch für die Öffentlichkeit vorzuhalten. Gerade erst hat er seine Terrasse und damit das Sitzplatzangebot erweitert und auch er hofft auf ein Gesamtkonzept für „vorzeigbare“ Toilettenanlagen. Allerdings hält er einen Neubau in „Sahnelage“ für „bedenklich“ und hofft, dass man vorhandene Gebäude erweitert. „Die Politik befasst sich jetzt damit und wir wissen ja, dass Konzepte ihre Zeit brauchen“, gibt sich May zuversichtlich. Danny Ortolan, der neben der Schwimmhalle sein Eiscafé betreibt, hat nach einer Auflage beim Umbau 1994 ein Behinderten-WC installiert, das mit einem internationalen Schlüssel für Behinderte öffentlich zugänglich ist. Doch auch darüber hinaus weise er niemanden ab, der in seinem Café steht und nach einem WC fragt, weil er kein öffentliches findet, erzählt er. Und davon könne er ein Lied singen, vor allem seit es in der Schwimmhalle keine öffentliche Einrichtung mehr gibt. „Wenn die Mütter ihre kleinen Kinder über den Gulli halten, ist das wirklich kein schönes Bild für ein Ostseebad“, findet Ortolan. Die Gemeinde arbeitet inzwischen mit einem Planungsbüro an einem Gesamtkonzept. Doch „unser im wahrsten Sinne dringendes Problem“ werde leider nicht gefördert. „Gefördert wird nur, was in Richtung Erlebniswert geht“, teilte die Bürgermeisterin in einem Schreiben an Harald Bruhn mit. Dienstag, 21. Juli 2009
Ein ganz besonderer Reiz Geschrieben von C. Saager
in Gemeinde, Kultur, Personen, Sport und Erholung, Tourismus um
07:53
Ein ganz besonderer ReizTrotz kritischer Stimmen: Laboer Musikmuschel aus den 70er Jahren sehr beliebt Laboe – An ihr scheiden sich die Geister: die Musikmuschel im Rosengarten von Laboe. Für die Einen ein wenig angestaubt und nicht mehr zeitgemäß für ein modernes Ostseebad, für die anderen ein liebenswertes „kulturelles Zentrum mit starker Funktion“. Von Astrid Schmidt
Sie stand in der jüngsten Vergangenheit immer wieder in der Diskussion, als die Bürger von Laboe im vierteiligen Workshop Ideen für die Umgestaltung der Promenade, des Rosengartens und des Hafenumfeldes sammelten. Ist die Musikmuschel mit ihrem Charme der 70er noch zeitgemäß für Laboe? Planer Oliver Kühle hatte ihr nach der Auswertung der Ergebnisse einen ganz eigenen Reiz zugesprochen und für ihren Erhalt plädiert, eben gerade aufgrund ihres Charmes. Ein wenig Farbe und bauliche Instandsetzung am Fundament war seine Empfehlung. Gäste, Familien ebenso wie Senioren, und Einheimische bestätigen diese Tendenz. „Die Musikmuschel ist ein kulturelles Zentrum, ein Treffpunkt für Touristen. Das sollte noch ausgebaut werden“, findet Hans-Jürgen Ottersdorf aus der Nähe von Köln. Sein Lob gilt der guten Mischung, auch wenn der Wechsel zwischen Rock-Konzert und Trachtentanz „brutal“ sei. Doch so finde eben auch seine 17-jährige Tochter etwas im Angebot.
„Ich verfolge die Diskussion um die Ortsentwicklung und hoffe, dass Laboe seinen Charakter als Familienbad erhält“, sagte Günther Harms, ursprünglich in Laboe, jetzt in der Schweiz zu Hause. Gabriele Kurdelski, Mutter von drei Kindern, findet im Ostseebad alles, was die Familie im Urlaub braucht. „Es wird soviel angeboten, auch rund um Laboe. Man muss es nur annehmen“, findet die gebürtige Laboerin. Edeltraut und Manfred Husfeldt sind auch als Einheimische gern an der Musikmuschel und hören sich vor allem Chorkonzerte an oder sehen die Vorführungen der Trachtengruppe. Die Volkstanzgruppe des TV Laboe hat es auch Familie Lischer aus Rheinlandpfalz angetan. „Wenn man unterwegs ist, möchte man auch die Traditionen der Urlaubsregion kennen lernen. Das bekommt man nicht überall geboten“, findet Jürgen Lischer. Mit Ehefrau Ewa und drei Kindern macht er zum ersten Mal Urlaub in Laboe und fühlt sich „vom ersten Tag an willkommen“, beschreibt der Urlaubsgast.
Doch es gibt auch viele Laboer wie Vermieterin Iris Kampling, die die örtliche Entwicklung nicht ohne Sorge verfolgen und denen Trachten und Jazz an der Muschel nicht ausreichen. Sie wünschen sich für ihre Gäste ein wenig mehr „Dolce Vita“, wie sie unserer Zeitung mitteilte. Das gerade entstandene Leitbild für das Ostseebad, das auch Ideen für zwei Hotels, eine Erlebnispromenade, Abenteuerspielplätze und eine Wasserphänomenta enthält, will auch diesen Ansprüchen Rechnung tragen, auch wenn die zögerliche Umsetzung viele beteiligte Bürger auf eine Geduldsprobe stellt. Dienstag, 21. Juli 2009
Mit dem WC ist`s noch lange nicht okay Geschrieben von C. Saager
in Gemeinde, Personen, Politik, Tourismus um
07:42
Mit dem WC ist`s noch lange nicht okayLaboe – Die Strände sind gut gefüllt, das Ostseebad Laboe lockt mit Sand und „Sahne-Lage“ die Urlauber. Doch an der Situation der öffentlichen WC-Anlagen in Laboe hat sich seit dem Vorjahr trotz vieler Diskussionen der Ortspolitiker und wiederholter Kritik der Gäste nur wenig getan. Heute Abend wird über das Thema nun im Werkausschuss (19 Uhr, Cafeteria der Grundschule) erneut beraten. Seit über einem Jahr ist es bekannt: durch den Saunabau in der Schwimmhalle fällt eine öffentliche WC-Anlage in einem stark frequentierten Strandbereich weg. Mehrfach war nun über eine Containerlösung in Höhe der DRK-Station diskutiert worden, doch bisher ist der Platz leer. Planer Oliver Kühle will heute Abend erneut drei Varianten für Container vorstellen. Bürgermeisterin Karin Nickenig plädiert für die „abgespeckte Variante mit jeweils einem Damen-, Herren- und Behinderten-WC, die im „bereits bewilligten Kostenrahmen von 20 000 Euro liegt“. Sie hofft dafür nun endgültig auf grünes Licht der Gemeindevertretung, um „wenigstens noch für August und September ein weiteres Angebot zu schaffen“. „Ich bedauere es sehr, dass wir noch nicht weiter sind, aber ich brauche Beschlüsse.“ Ein Knackpunkt sei auch die Genehmigung der unteren Naturschutzbehörde gewesen, erklärte Karin Nickenig. Wenn jetzt der Beschluss fällt, „steht der Container zwei Tage später, die Tiefbauarbeiten sind bereits vergeben“, verspricht die Bürgermeisterin. asc |
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