
Friseursalon Reimann feiert 55-jähriges Bestehen – Maritimes Flair
Laboe. 55 Jahre Friseursalon Reimann – dieses Jubiläum feiert Heinz Reimann mit seinen Kunden in der Laboer Reventloustraße. Der 61-Jährige hatte das Geschäft von seinem Vater übernommen und freut sich, dass die dritte Friseur-Generation bereits in Sichtist.
Friseur mit Leib und Seele, mit Haut und Haar – das ist Heinz Reimann. Schon als Steppke fuhr er mit seinem Vater Adolf in den Salon nach Probsteierhagen, den dieser am 24. Mai 1955 eröffnet hatte. 1959 bekam sein Vater ein Geschäft am Dellenberg und vergrößerte sich schließlich 1972 in der Reventloustraße. Dort stehen heute noch die alten Stühle im Herrensalon, dem Reich des Meisters. Heinz Reimann mag sich von ihnen nicht trennen, ebenso wenig wie von seiner nostalgischen Haarschneidemaschine. Auch seine ganz persönliche Leidenschaft – die Seefahrt – bekommen die Kunden zu spüren. Ein gut zwölf Meter langer Tampen dient als Dekoration, eine Seekarte und etliche Kupferstiche deutscher Schiffe zieren die Wände. Persönliche Widmungen und eine Flagge der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger sowie historische Bilder von Laboe ergänzen das maritime Flair in dem Friseursalon, in dem auch schon mal Politik gemacht wird. Denn für Heinz Reimann ist der Friseurberuf viel mehr als nur Haareschneiden, es ist für ihn der Kontakt mit den Menschen.„Der würde mir wirklich fehlen“, sagte er. Auch Tochter Kim ist von diesem Beruf fasziniert. Sie und ihre Mutter Sigrid reizt vor allem die Kreativität. Die 17-jährige Kim lernt derzeit „twisten“, „pointen“ und komplizierte Strähnentechniken. Heinz Reimann ist froh, dass seine Nachfolge in Sicht ist. „Man muss man immer am Ball bleiben, jeden Trend mitmachen, immer dazu lernen, sonst übersteht man keine 55 Jahre“, ist er überzeugt. asc