Freitag, 30. Juli 2010
Datenschützer: Webcam von Laboe ist ... Geschrieben von Ostseebad Laboe
in Gemeinde, Tourismus um
15:08
Datenschützer: Webcam von Laboe ist "gerade noch tolerabel"
Reimer Eickmeier darf weiter die Bilder vom „Greeting Point“ im Internet verbreiten – „Die Identifizierbarkeit der Menschen ist begrenzt“ Laboe/Kiel. Die Webcam in Laboe darf am Netz bleiben. Das teilte gestern das unabhängige Landeszentrum für Datenschutz (ULD) Schleswig-Holstein mit. Die Behörde habe die Situation nach den heftigen Protesten gegen die Aufforderung an den Betreiber der Webcam, diese abzubauen oder zu ändern, noch einmal geprüft. Man sei nun zu der Auffassung gekommen, dass „die Übertragung der Bilder vom ,Greeting Point’ in Laboe ins weltweite Netz gerade noch tolerabel ist“. Der Betreiber hatte sich öffentlich gegen die Aufforderung des ULD gewandt, die übertragenen Bilder zumindest zu verpixeln. Inzwischen ist ihm Entgegenkommen signalisiert worden. Der Leiter des ULD, Thilo Weichert, erläutert seine Entscheidung: „Nach einer Beschwerde eines betroffenen Bürgers mussten wir den Betreiber in der Angelegenheit zur Stellungnahme auffordern, die uns bisher noch nicht vorliegt. Im Rahmen unseres Ermessens haben wir nun entschieden, nichts weiter zu unternehmen: Zwar ist das Webcam-Angebot, insbesondere die Zoommöglichkeit auf den Strand, aus Datenschutzsicht nicht schön; die Identifizierbarkeit der Menschen ist aber begrenzt.“ Weiter schreibt Weichert: „Webcams und sonstige personenbeziehbare Bildangebote im Internet sind ein großes Problem; die Kamera in Laboe ist hierfür ein Beispiel: Privatpersonen bis hin zu Weltunternehmen wie z.B. Google oder Facebook machen sich oft keine Gedanken, wenn sie Bilder von oder über Dritte ,nur zum Spaß’ ins Netz stellen. In Laboe ist es vielleicht nur eine pfiffige Werbeidee. Andere machen damit aber ein dickes Geschäft und gefährden Menschen und deren Persönlichkeitsrechte massiv. Es ist traurig, wie wenig in unserer Mediengesellschaft das Recht, in Ruhe gelassen zu werden, noch wert ist, im Leben von Prominenten bis zu dem von Menschen wie Du und ich. Das ULD wird weiterhin für die Respektierung dieses Rechtes und gegen die Bilder- und Dateninvasion ins Private vorgehen.“ Er freue ich im Namen aller Internetnutzer über diese Entscheidung, sagte Reimer Eickmeier gestern dazu. Doch in einem sei er sicher: „Ohne die Öffentlichkeit hätte es ab 1. August die Webcam nicht mehr gegeben“, so Eickmeier. asc Freitag, 30. Juli 2010Webcam ruft Datenschutz auf den Plan
Beschwerde eines Laboer Ortspolitikers löst Kontrolle aus, Webcam darf aber bleiben Laboe – Rund 300.000 Klicks verzeichnet Reimer Eickmeier auf der Internetseite www.webcam-laboe.de, denn dort können sich Menschen aus aller Welt begegnen. Vor drei Jahren hatte der Inhaber der Maklerfirma „Der Ostseemakler“ an seinem Gebäude in der Strandstraße eine Webcam installiert und den sogenannten „Greeting-Point“ ins Leben gerufen. Bürgermeisterin Karin Nickenig hatte diese Einrichtung als einen besonderen Service für die Urlaubsgäste und auch Einheimische ausdrücklich begrüßt. Nun hat sich allerdings ein Laboer Bürger, der den PH-Informationen zufolge aktiver Ortspolitiker ist, über diese Webcam bei der Unabhängigen Landeszentrale für Datenschutz (ULD) beschwert. Die teilte nun gestern der Presse mit: „Die Laboer Webcam ist gerade noch tolerabel.“ Die Webcam erfasst am Übergang von der Reventloustraße zur Strandstraße einen Teil des öffentlichen Bereiches vor zwei Restaurants und einen Strandbereich. Wer sich dort auf die auf das Pflaster gemalten Füße stellt, kann hinauf zu einer Webcam am Gebäude des Maklers winken und unter www.webcam-laboe.de einen Gruß nach Hause schicken. Diese Einrichtung allerdings verstößt nach Ansicht der Aufsichtsbehörde gegen datenschutzrechtliche Bestimmungen. Die ULD fordert den Betreiber nun auf, entweder die Webcam abzuschalten oder die Personen durch Maßnahmen wie etwa eine „grobe Verpixelung“ unkenntlich zu machen. Hier seien die Persönlichkeitsrechte derer, die durch die Webcam erfasst werden, höher zu bewerten als das Interesse, eine solche Webcam zur Darstellung eines Ortes zu betreiben, teilt die Behörde Reimer Eickmeier mit. Einzelne Personen seien mit „Zusatzwissen“ oder durch das „Herauszoomen“ identifizierbar. Zusatzwissen heißt in diesem Falle: Wenn ein Internetbesucher eine Person, die gerade durch den Erfassungsbereich huscht, ihre Gewohnheiten, ihre Kleidung oder ihren Gang kennt, kann er diese Person identifizieren, erklärte Thilo Weichert, Leiter der ULD auf Nachfrage des PH. Reimer Eickmeier kann es nicht fassen, hat im Internet unter www.webcam-laboe.de ein Forum unter dem Motto „Rettet die Webcam von Laboe“ eingerichtet und erhält lediglich Zustimmung auf diese Einrichtung. „Wir haben rund 300 000 Klicks im Jahr aus aller Welt. Es ist eine reine Spaßgeschichte, die Daten werden nicht gespeichert und die Restaurants sind ausdrücklich auf die Webcam hingewiesen worden“, erklärte Reimer Eickmeier. Er verweist auch auf zahlreiche Beispiele anderer Webcams im Netz, die bei weitem detailliertere Bilder liefern. „Weshalb wird dort nichts unternommen, sondern nur in Laboe?“ Diese Frage kann Weichert genau beantworten: „Für eine flächendeckende Kontrolle reichen unsere Ressourcen nicht aus“, erklärte er. Auch räumte er einen gewissen Bagatelle-Charakter und einen „gewissen lokalen Konflikt zwischen den Menschen vor Ort“ ein. „Doch wenn es einen Hinweis gibt, müssen wir dem nachgehen“, wies er auf die Aufsichtspflicht der Behörde hin.
Freitag, 30. Juli 2010
DRK und Reimer Eickmeier verleihen ... Geschrieben von Ostseebad Laboe
in Gemeinde, Maritimes, Tourismus um
14:30
DRK und Reimer Eickmeier verleihen Strandmobile an Behinderte
Laboe (CC) Rollstuhlfahrer oder gehbehinderte Menschen müssen dank spezieller Strandrollstühle schon lange nicht mehr auf einen Strandbummel oder Spaziergang im Flachwasser verzichten. Auch in Laboe gibt es diesen Service seit drei Jahren. Vor drei Jahren gab die Firma „Der Ostseemakler“ mit Reimer Eickmeier mit seiner Spende den Anstoß zu dieser Service-Leistung. Jetzt griff auch der DRK-Ortsverein tief in die Tasche und kaufte für rund 2.000 Euro einen Strandrollstuhl. So gibt es nun im Ostseebad an zwei Standorten entlang der Promenade diesen Service für gehbehinderte Menschen. Reimer Eickmeier hatte seinerzeit den ersten Strandrollstuhl an die Gemeinde übergeben. Die hatte die Aufgabe übernommen, das Angebot für behinderte Menschen entsprechend bekannt zu machen. Den kostenfreien Verleih übernahm auf Bitten der Gemeinde das DRK in ihrer Sanitätsstation direkt am Strand. Doch gerade mal eine Handvoll Nutzer verzeichnete man in den ersten beiden Jahren – zu wenig, fand Reimer Eickmeier und suchte nach Ursachen. Die sah er in einer „unzureichenden Bewerbung und Kommunikation dieses für viele Menschen wichtigen Angebotes in einem Ostseebad wie Laboe“. „Bereits im vergangenen Jahr habe ich die Kurverwaltung gebeten, stärker darauf hinzuweisen, aber es passierte nichts“, so Eickmeier. Kurzerhand übernahm er nun selbst den Verleih dieses Rollstuhls. Direkt gegenüber seines Büros neben der Buchhandlung Elatus hat er nun ein Hinweisschild auf den Strandrolli platziert. „Eine Gemeinde kann so etwas offenbar nicht leisten, es ist einfach zu schade, wenn man hinterher hört: Das haben wir nicht gewusst“, so Eickmeier. Doch auch der DRK-Ortsverein konnte an seiner Erste-Hilfe-Station eine rege Nachfrage verzeichnen und hat dies zum Anlass genommen, einen zweiten Strandrolli für die Gemeinde anzuschaffen. Der steht nun in einer vom Bauhof eigens gezimmerten „Rolli-Garage“ direkt an der Erste-Hilfe-Station am Strand und wird während der Öffnungszeiten (montags bis freitags von 12 bis 17 Uhr und sonn- und feiertags von 11 bis 18 Uhr) kostenfrei zur Verfügung gestellt. Das Strandmobil ist durch seine leichte Konstruktion und die Ballonräder besonders auch für den weichen Strandsand und flaches Wasser geeignet. Freitag, 30. Juli 2010
ULD: Die Laboer Webcam bleibt weiter ... Geschrieben von Ostseebad Laboe
in Gemeinde, Politik um
14:24
ULD: Die Laboer Webcam bleibt weiter am Netz
Laboe/Kiel (CC) Die Webcam in Laboe darf am Netz bleiben. Das teilte gestern das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz (ULD) Schleswig-Holsein mit. Die Behörde habe die Situation nach den heftigen Protesten gegen die Aufforderung an den Betreiber der Webcam, diese abzubauen oder zu ändern, noch einmal geprüft. Man sei nun zu der Auffassung gekommen, dass „die Übertragung der Bilder vom Greeting Point in Laboe ins weltweite Netz gerade noch tolerabel ist“. Der Betreiber hatte sich öffentlich gegen die Aufforderung des ULD gewandt, die übertragenen Bilder zumindest zu verpixeln, habe aber inzwischen Entgegenkommen signalisiert. Der Leiter des ULD, Thilo Weichert, erläutert seine Entscheidung: „Nach einer Beschwerde eines betroffenen Bürgers mussten wir den Betreiber in der Angelegenheit zur Stellungnahme auffordern, die uns bisher noch nicht vorliegt. Im Rahmen unseres Ermessens haben wir nun entschieden, nichts weiter zu unternehmen: Zwar ist das Webcam-Angebot, insbesondere die Zoommöglichkeit auf den Strand, aus Datenschutzsicht nicht schön; die Identifizierbarkeit der Menschen ist aber begrenzt.“ Weiter schreibt Weichert: „Webcams und sonstige personenbeziehbare Bildangebote im Internet sind ein großes Problem; die Kamera in Laboe ist hierfür ein Beispiel: Privatpersonen bis hin zu Weltunternehmen wie beispielsweise Google oder Facebook machen sich oft keine Gedanken, wenn sie Bilder von oder über Dritte ,nur zum Spaß‘ ins Netz stellen. In Laboe ist es vielleicht nur eine pfiffige Werbeidee. Andere machen damit aber ein dickes Geschäft und gefährden Menschen und deren Persönlichkeitsrechte massiv. Es ist traurig, wie wenig in unserer Mediengesellschaft das Recht, in Ruhe gelassen zu werden, noch wert ist, im Leben von Prominenten bis zu dem von Menschen wie Du und ich. Das ULD wird weiterhin für die Respektierung dieses Rechtes und gegen die Bilder- und Dateninvasion ins Private vorgehen.“ Freitag, 30. Juli 2010Schulküche ist nicht mehr kalt
Schüler können nun nach Herzenslust kochen Laboe (CC) Endlich ist sie freigegeben zum Kochen, Backen und gemeinsamen Essen – die Schulküche im Ostseebad Laboe. Starten konnten die Kinder der Ferienpass-Aktion des Laboer Jugendzentrums mit ihren Koch- und Backangeboten, natürlich in Regie des Herrenkochclubs unter Leitung des engagierten Rolf Aulitzky. „Als wir gefragt wurden, ob wir mit den Kindern kochen können, war das für uns selbstverständlich. Wir machen das schließlich für unseren Ort, auch wenn wir zurzeit mit der Gemeinde im Klinsch liegen“, so Aulitzky. Kochen und Backen steht übrigens dank der neuen Schulküche auch im Programm der offenen Ganztagsschule für das neue Schuljahr, für das sich die Schüler bereits eintragen konnten. Finn, Marisa, Annika und Annkathrin sind sich einig: Pizza backen mit dem „Laboer Herrenkochklub“ – dieses Angebot der Laboer Ferienpassaktion ist echt toll. Die Grundschüler hatten Glück. Sie waren gleich im ersten Durchgang dabei, andere mussten warten, so groß war der Ansturm. „Ihh, das klebt ja richtig fest“, staunen die Kinder. Finn Niklas versucht die Finger vom Teig zu ziehen. Doch sie bleiben haften. „Da hilft ein wenig Mehl“, hilft der Hobby-Koch Rolf Aulitzky mit einem Tipp. Und schon ist der Junge den Teig los. Gemeinsam kneten sie die Unterlage für Finns Lieblingspizza – Salami. Thunfisch ist auch nicht schlecht, findet er. Doch vorher muss der Teig noch ausgerollt werden. Das übernimmt Marisa. Sie nimmt das Nudelholz und rollt und rollt, bis der Teig nur noch einen Zentimeter hoch ist und so breit, dass er auf das Blech passt. Schließlich beginnen die Kinder mit dem Belegen – der schönsten und dazu leckersten Arbeit. Denn Naschen ist inklusive. Annkathrin und Annika streichen die Tomatensoße auf den Teig, oben drauf Salami, Paprika und natürlich Käse und dann ab in den Ofen damit. Der ist schon vorgeheizt, der Tisch schon gedeckt. Denn es wird nicht nur gemeinsam gebacken, sondern auch gegessen. „Die Kinder sind mit Feuereifer dabei“, erzählt Aulitzky, dem es sichtlich Freude macht mit dem Kochnachwuchs. „Wir haben so viele Anmeldungen, dass es eine Warteliste gibt. Das reicht für weitere vier Koch- und Backtage“, berichtete Susanne Biermann vom Laboer Jugendzentrum. In ihrer Regie entsteht Jahr für Jahr ein gut gefülltes Jugendprogramm, doch sie ist dabei auf die Mitarbeit und Bereitschaft Laboer Vereine und anderer Organisationen angewiesen. Daher sei sie „froh und dankbar“, dass die Freizeitköche trotz ihrer Querelen mit der Gemeinde beim Ferienpass mit von der Partie sind. Wie berichtet, streiten die Köche mit der Gemeinde um die kostenfreie Nutzungsdauer. Gewünscht werden 20 Jahre aufgrund erbrachter Eigenleistungen, die Gemeinde will aber nur zehn Jahre zugestehen, weil sie keine so langfristigen Verträge mehr abschließen will. |
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