Donnerstag, 19. August 2010
Toilettensituation verärgert Urlauber Geschrieben von Ostseebad Laboe
in Gemeinde, Tourismus um
09:43
Toilettensituation verärgert Urlauber
Mit welchen Anliegen kommen Menschen in die Laboer Touristinfo? Laboe. Beschwerden über die Toilettensituation, Autos in der Fußgängerzone oder Hunde am Strand, Fragen nach den Wetteraussichten, nach Fahrplänen oder Veranstaltungen, dem freien Liegeplatz im Hafen – die Mitarbeiter des Laboer Tourismusbetriebes müssen echte Allrounder sein. Da ist oft auch psychologisches Geschick gefordert und es heißt Nerven behalten, denn nicht immer steht bei Problemen die Abhilfe in ihrer Macht. Die Kieler Nachrichten waren für einige Zeit dabei. Von Astrid Schmidt Ein Dauerbrenner: die öffentlichen Toiletten. Ruth Martens- Heise aus Dortmund ist jahrzehntelanger Stammgast. Vor zwei Jahren beklagte sie schon die „zu geringe“ Anzahl und den zeitweise „unzumutbaren“ Zustand der sanitären Einrichtungen. Doch statt einer Verbesserung erlebe sie nur das Gegenteil. Sie schildert Anja Tomnitz von der Touristinformation die Situation. „Wir zahlen 366 Euro für zwei Strandkörbe und die Kurtaxe und nun muss ich auch noch 50 Cent für die Toilette zahlen.“ Die Urlauberin kritisiert damit den Zustand am Restaurant Buena Vista, wo sie bisher die öffentliche Toilette kostenfrei nutzen konnte. Der Betreiber hat nun ein Drehkreuz (die KN berichteten) eingebaut, das nur nach Einwurf von 50 Cent den Weg zum Örtchen freigibt. Anja Tomnitz kennt diesen Ärger aus vielen anderen Schilderungen von Gästen. aber sie kann immer wieder nur Verständnis beteuern, den Weg zu anderen öffentlichen Toiletten weisen oder im allergrößten Notfall auch mal das Mitarbeiter-WC anbieten. Und sie ermuntert alle Gäste, ihre Beschwerden schriftlich an die Bürgermeisterin zu schicken. Dass sich ein Weg zur Touristinformation dennoch lohnt, auch wenn sie, wie viele Urlaubsgäste krisitieren, nur nach längerem Suchen zu finden ist, erfährt Ruth Martens-Heise aber auch. Denn die von ihr monierte fehlende Bank am Standzugang wird nach einem Anruf beim Bauhof ersetzt. Und auch die für Gäste zur Verfügung stehenden Freiexemplare der Kieler Nachrichten erhält sie. Außerdem nimmt sie die Telefonnummer mit ihrer persönlichen Ansprechpartnerin mit nach Hause und fühlt „sich doch ein wenig erleichtert“. Informationen bekamen beispielsweise auch Bettina und Michael Paas, die mit ihren zwei Kindern Urlaub in Heidkate machen. „Wir mussten die Tourist-Info zwar etwas suchen, aber wenn man den Schildern folgt, geht’s“, so die Urlauber. Sie sahen sich in Laboe mit Informationen rund um ihre Urlaubsregion gut versorgt. „Auch wenn wir nicht immer helfen können, ermuntern wir alle Urlaubsgäste, mit ihren Anregungen zu uns zu kommen. Denn darauf sind wir angewiesen, weil wir sonst vieles gar nicht wissen“, meint Anja Thomnitz. Unter anderem ist aus solchen Hinweisen der Gastronomie-Führer entstanden. „Die Situation der öffentlichen Toiletten und Hunde am Strand sind die Klassiker bei Beschwerden“, erklärte Andrea Simons, Leiterin des Tourismusbetriebes Laboe und des Tourismusverbandes Probstei. Sie informiere die Bürgermeisterin wöchentlich in den Amtsleiter-Runden darüber. „Wie stark es brennt, wird schon wahrgenommen. Die Mitarbeiter sind im Tagesgeschäft stark gefordert. Da heißt es oft genug, Nerven behalten, weil viele Dinge sich so kurzfristig einfach nicht lösen lassen“, so Simons.
Montag, 2. August 2010
Handgemachtes vor maritimer Kulisse Geschrieben von Ostseebad Laboe
in Gemeinde, Kultur, Tourismus um
10:13
Handgemachtes vor maritimer Kulisse
Kunsthandwerkermarkt in Laboe hatte auch Mitmachangebote im Programm Laboe. Mit „Kurs Laboe“ – einem Markt vor maritimer Kulisse – lagen die Veranstalter am Wochenende in Laboe genau richtig. Rund 20 Anbieter von Kunst und Kunsthandwerk verwandelten beim dritten Laboer Kunsthandwerkermarkt den Rosengarten in eine Open-Air-Galerie mit besonderem Ambiente. Vor dieser Meeres-Kulisse erlebten die Besucher einen bunten Mix von Unikaten aus Keramik, Leder, Seide und Eisen sowie ein buntes Mitmachangebot für die ganze Familie. So staunten vor allem Kinder an den verschiedenen Stationen der „Gründrechselei“, wie lange es eigentlich dauert, aus einem Stück Holz ein gedrechseltes Kunstwerk zu schaffen. „Es ist gar nicht so leicht, aber gut zu schaffen“, fand Marvin Petzer aus Kiel. Sein Großvater Rolf Petzer stand mit Rat und Tat zur Seite und so schnitzte Marvin an der Wipp-Drechselbank nach historischem Vorbild die Muster in das Holz. Den Holzhammer schwangen auch Finn Wilhelm, Finn Nitz und Steen Jacob Dierks, um den Stamm zu spalten. „Man darf nicht so ängstlich sein und muss einfach zuhauen“, so ihr Fazit. Die Dienstleistung des Gürtelmachers Holger Radke aus Stolzenau nahmen Besucher wie Ursula und Hans-Eberhard Bosch in Anspruch. Die Tagesgäste aus Nordrhein-Westfalen ließen sich ihren individuellen Gürtel nach Maß fertigen. Sie entschieden sich für Rindsleder im Kroko-Styl und wählten die passende Gürtelschnalle gleich dazu. Orientalisches Flair versprühte Syedhom Salama aus Schönberg. Der „halb Ägypter, halb Marokkaner“ bot Keramik, Lampen, Schmuck und viele andere Kostbarkeiten aus dem Orient an. Seit 19 Jahren lebt er in der Probstei und ist seitdem auf Märkten unterwegs. Mit Besuchern kommen sie, Salama und seine Frau, schnell ins Gespräch, bieten einen Pfefferminztee an und laden zu einer Kostprobe aus dem arabischen Kochgeschirr ein. „Manche frischen dabei eigene Urlaubserinnerungen auf, anderen können wir die Scheu nehmen, selbst einmal in orientalische Länder zu reisen“, erklärte Susann Salama, die ihren Mann auf Basaren begleitet. Während die Besucher die bunte Vielfalt im Rosengarten genossen, zeigten sich die Aussteller ebenfalls rundum zufrieden. „Es ist der schönste Arbeitsplatz, den ich mir vorstellen kann“, erklärte Radke mit dem Blick auf die Kieler Förde. asc
Freitag, 30. Juli 2010
Datenschützer: Webcam von Laboe ist ... Geschrieben von Ostseebad Laboe
in Gemeinde, Tourismus um
15:08
Datenschützer: Webcam von Laboe ist "gerade noch tolerabel"
Reimer Eickmeier darf weiter die Bilder vom „Greeting Point“ im Internet verbreiten – „Die Identifizierbarkeit der Menschen ist begrenzt“ Laboe/Kiel. Die Webcam in Laboe darf am Netz bleiben. Das teilte gestern das unabhängige Landeszentrum für Datenschutz (ULD) Schleswig-Holstein mit. Die Behörde habe die Situation nach den heftigen Protesten gegen die Aufforderung an den Betreiber der Webcam, diese abzubauen oder zu ändern, noch einmal geprüft. Man sei nun zu der Auffassung gekommen, dass „die Übertragung der Bilder vom ,Greeting Point’ in Laboe ins weltweite Netz gerade noch tolerabel ist“. Der Betreiber hatte sich öffentlich gegen die Aufforderung des ULD gewandt, die übertragenen Bilder zumindest zu verpixeln. Inzwischen ist ihm Entgegenkommen signalisiert worden. Der Leiter des ULD, Thilo Weichert, erläutert seine Entscheidung: „Nach einer Beschwerde eines betroffenen Bürgers mussten wir den Betreiber in der Angelegenheit zur Stellungnahme auffordern, die uns bisher noch nicht vorliegt. Im Rahmen unseres Ermessens haben wir nun entschieden, nichts weiter zu unternehmen: Zwar ist das Webcam-Angebot, insbesondere die Zoommöglichkeit auf den Strand, aus Datenschutzsicht nicht schön; die Identifizierbarkeit der Menschen ist aber begrenzt.“ Weiter schreibt Weichert: „Webcams und sonstige personenbeziehbare Bildangebote im Internet sind ein großes Problem; die Kamera in Laboe ist hierfür ein Beispiel: Privatpersonen bis hin zu Weltunternehmen wie z.B. Google oder Facebook machen sich oft keine Gedanken, wenn sie Bilder von oder über Dritte ,nur zum Spaß’ ins Netz stellen. In Laboe ist es vielleicht nur eine pfiffige Werbeidee. Andere machen damit aber ein dickes Geschäft und gefährden Menschen und deren Persönlichkeitsrechte massiv. Es ist traurig, wie wenig in unserer Mediengesellschaft das Recht, in Ruhe gelassen zu werden, noch wert ist, im Leben von Prominenten bis zu dem von Menschen wie Du und ich. Das ULD wird weiterhin für die Respektierung dieses Rechtes und gegen die Bilder- und Dateninvasion ins Private vorgehen.“ Er freue ich im Namen aller Internetnutzer über diese Entscheidung, sagte Reimer Eickmeier gestern dazu. Doch in einem sei er sicher: „Ohne die Öffentlichkeit hätte es ab 1. August die Webcam nicht mehr gegeben“, so Eickmeier. asc Donnerstag, 29. Juli 2010Achtung, Aufnahme!
Webcam in Laboe steht vor dem Aus – Datenschützer ermitteln nach Beschwerde Laboe. Seit zwei Jahren gibt es im Ostseebad Laboe den sogenannten „Greeting Point“ am Übergang zum Strand zwischen Reventloustraße und Promenade. Wer sich dort auf die auf das Pflaster gemalten Füße stellt, kann hinauf zu einer Webcam winken und unter www.webcam-laboe.de einen Gruß nach Hause schicken. Diese Einrichtung, initiiert und betrieben von Reimer Eickmeier, Inhaber des Maklerbüros „Der Ostsee-makler“,ruft jetzt die Datenschützer auf den Plan. Denn aufgrund der Eingabe eines Laboers wurde das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz (ULD) Schleswig-Holstein tätig. Die Behörde schreibt nun dem Betreiber, dass seine Webcam gegen datenschutzrechtlichen Bestimmungen verstößt. Sie fordert ihn auf, die Kamera entweder abzuschalten, oder aber die Bilder unkenntlich zu machen, etwa durch eine „grobe Verpixelung“. Grund: Die Menschen in dem erfassten Bereich, zu dem auch ein Restaurant und ein Strand-bereich gehören, seien „mit Zusatzwissen“ und „durch Herauszoomen“ identifizierbar. „Wenn jemand eine Person, deren Gang oder Kleidung kennt, sie dann dort im Internet sieht, kann er sie identifizieren“, erklärte Thilo Weichert, Leiter des ULD in Kiel auf Nachfrage. Gleichzeitig räumte er allerdings ein: „Dies sei sicher ein Grenzfall und es gibt offenbar auch Konflikte zwischen den Menschen vor Ort, aber wir sind als Aufsichts-behörde verpflichtet, dem Hinweis nachzugehen und die Rechtskonformität herzustellen.“ Eickmeier kann es nicht fassen und mit ihm viele Internet-Nutzer auch nicht. Für ihn ist diese Reaktion völlig überzogen, denn seiner Ansicht nach sind Personen nicht zu erkennen oder gar zu überwachen. „Diese Webcam ist einfach ein Spaß, es werden keine Daten gespeichert, und mit dem Restaurant auf dem erfassten Platz ist die Webcam abgesprochen worden.“ Eickmeier hat zu einem Forum im Internet und einer Unterschriftenaktion unter dem Titel „Rettet die Webcam Laboe“ aufgerufen, auf die es eine große Resonanz gibt. Denn vor zwei Jahren war der „Greeting Point“, sehr zur Freude von Bürgermeisterin Karin Nickenig und vieler Gäste, als „besonderen Service für Urlauber und Einheimische“ entstanden. Seither verzeichne man mehr als 300000 Klicks im Jahr aus aller Welt“, so Eickmeier und die Einträge belegen die Beliebtheit dieser Seite. Zudem verweist der Laboer auf unzählige andere Beispiele aus dem Internet, die bis ins kleinste Detail Personen abbilden, ohne dass sich die Datenschützer darum kümmern. Dazu sagte Weichert: „Eine flächendeckende Kontrolle übersteigt unsere Ressourcen. Aber wenn wir Hinweise aus der Bevölkerung erhalten, müssen wir tätig werden.“ Man werde nun zunächst versuchen, den Betreiber von den datenschutzrechtlichen Erfordernissen zu überzeugen, doch es könne auch sein, dass zwingende Mittel eingesetzt werden. „Aber soweit sind wir noch nicht“. Samstag, 24. Juli 2010
Auch Kanonen-Lena ist seefest Geschrieben von Ostseebad Laboe
in Gemeinde, Kultur, Maritimes, Tourismus um
11:17
Auch Kanonen-Lena ist seefest
Kleine Piraten eroberten in Laboe den Traditionsseglers „Jachara“ Laboe. „Alle, die mit uns auf Kaperfahrt fahren, müssen Männer mit Bärten sein“... So heißt es zwar im Piratenlied, doch beim zweiten Laboer Piratentag war das natürlich anders. Mädchen und Jungen, Mütter und Väter, Großmütter und Großväter konnten an Bord des Traditionsseglers „Jachara“ in die Piratenschule gehen – und hatten einen Riesenspaß. „Was ist denn Backbord, Steuerbord, Heck, Bug und Planken?“, fragte die Beute-Marie, die kurzerhand ihren Bootshund Piet unter den Arm klemmte. Ein paar der Nachwuchspiraten wie Tobias, Felix, Lena und Ramon wussten es schon. „Seid Ihr denn auch seefest?“, wollte dann Piraten-Joe wissen. Und ob sie das waren. Das zeigte der Piratennachwuchs gleich beim Segel setzen. „Gar nicht so leicht“, stellte Felix fest. Er macht zurzeit in Laboe bei seinen Großeltern Walter und Christine Müller Urlaub und da kam diese Veranstaltung des Tourismusbetriebes und der Agentur „Keep in move“ gerade recht. Alle Mann an Bord, hatten sie sich gesagt. „Eine tolle Sache, wie die Kinder hier einbezogen werden“, fand Müller. Denn die Piraten-Minis, teilweise keine drei Jahre alt, hatten viel zu tun. Piraten-Joe zeigte ihnen, wie ein Achtknoten entsteht, erzählte, woher der Piratenkapitän Wackelzahn seinen Namen hat und wie man „ohne Blut“ so richtige Piratenkämpfe ausficht. Nämlich mit „Daumencatchen“ und Armdrücken. Alle waren begeistert, zumal am Ende die Beute-Marie das heiß ersehnte Piraten Zertifikat mit dem echten „Piraten- Namen“ für jeden bereit hielt. Da freuten sich die Schatz-Lotta, der Messer-Morris, die Kanonen-Lena oder auch die Schreckliche Vicky. Viermal ging die „Jachara“ von der Nordmole aus auf Kaperfahrt und viermal war der Zweimaster voll besetzt. Begleitet wurde die Piraten-Aktion auf See durch viele Kindermitmachspiele an Land. asc
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