Freitag, 23. Juli 2010
Hilfe in allen Lebenslagen Geschrieben von Ostseebad Laboe
in Gemeinde, Personen, Sport und Erholung, Tourismus um
09:43
Hilfe in allen Lebenslagen
Laboer DRK-Aktive sorgen am Strand für eine reibungslose Fremdenverkehrssaison Laboe. Sie sind Ersthelfer im wahrsten Sinne des Wortes – die Rotkreuzler in Laboe. Seit 45 Jahren leisten Mitglieder des DRK-Ortsvereins am Strand von Mai bis September Sanitätsdienst. Doch sie sind nicht nur Anlaufpunkt für Erste Hilfe, sondern auch Auskunftsbüro, Wegweiser, Fundbüro, Toilettenservice... – Helfer in allen Notlagen eben. Eine Schnittwunde am Fuß, ein Wespenstich, Kreislaufprobleme, Nasenbluten, fehlendes Toilettenpapier für das benachbarte öffentliche WC, die Suche nach der Kurverwaltung, die Frage nach Öffnungszeiten oder einer Zimmervermittlung – die Frauen in der Erste-Hilfe-Station des DRK haben Rat. Nicht nur für Gäste. Auch Laboer selbst nutzen im Notfall die allseits einsatzbereite ehrenamtliche Truppe. Der inzwischen verstorbene Rotkreuz-Helfer Wilhelm Schröder war es, der den Stranddienst Mitte der 60er Jahre aufgebaut hatte. „Ganz allein“ tat er damals Dienst – jeden Tag von 9 bis 19 Uhr, damals noch in einem Nebenraum eines öffentlichen Toilettengebäudes, dann in der Schwimmhalle. Als es dort zu eng wurde, stellte das DRK einen alten Bauwagen auf, die Helfer bauten ihn aus und schufen so ihr erstes eigenes, zehn Quadratmeter großes Domizil. Vor 25 Jahren dann griffen sie tief in die Tasche und kauften für 40 000 DMark von der Schiffswerft Knierim ein dreiteiliges Containergebäude. „Es wurde dort abgebaut und kam per Tieflader hierher an den Strand. Als Fundament musste eine Stahlkonstruktion gebaut werden. Am 19. Mai 1985 wurde unser Sanitätshaus, das gleichzeitig Vereinsheim ist, eingeweiht“, erinnern sich Ute Ulrich und der langjährige Ausbilder Uwe Gottorf. Er hat die kontinuierliche Entwicklung des Sanitätsdienstes als „so wichtige Dienstleistung für den Ort“ in zwei Ordnern festgehalten. „Möglich wurde das aber nur, weil das DRK 1973 die Sanitätsbereitschaft gründete und mit dem Rettungsdienst auch Einnahmen erwirtschaftete“, erinnert Ute Ulrich. Die langjährige Ortsvorsitzende ist von Anfang an dabei. „Helfen und das Menschliche daran“ ist ihre Motivation für fast fünf Jahrzehnte ungebrochene Einsatzfreude. Und damit steckt sie auch Neulinge wie Angelika Thiele an. „Ich bin vor zehn Jahren nach Laboe gezogen und fühlte mich gleich wohl. Ich möchte einfach etwas zurückgeben“, erzählt die gebürtige Berlinerin. Vor acht Jahren wurde sie Mitglied im Ortsverein und seitdem leistet sie Dienst, wo immer sie gebraucht wird. Doch es ist kein Helfersyndrom, was sie mit Uschi Zimmer, Sigrid Plambeck, Ruth Gottorf und den anderen verbindet: „Es ist ein schönes Miteinander, einer ist für den anderen da“, sind sich die Frauen und ihr „Hahn im Korb“ Uwe Gottorf einig. asc
Dienstag, 20. Juli 2010
Ulrich Thon weiterhin im Fokus der ... Geschrieben von Ostseebad Laboe
in Gemeinde, Personen um
11:20
Ulrich Thon weiterhin im Fokus der Berliner Öffentlichkeit
Reaktionen in der Bundeshauptstadt auf PH-Artikel über neuen Laboer Werkleiter Laboe/Berlin. Die Vorstellung des neuen Werkleiters in Laboe, Ulrich Thon, in der Online-Ausgabe des Probsteier Herold sorgte vor allem in den Medien der Bundeshauptstadt für Aufsehen und war Anlass für empörte Leserbriefe. Insbesondere Äußerungen zu seinem Abgang als Technikchef des Berliner S-Bahn-Betriebes sind Stein des Anstoßes. Wie berichtet, löste ein Radbruch im Mai den Zusammenbruch im S-Bahn-Verkehr aus, was der damalige Technik-Chef Thon mit einem „konstruktiven Mangel“ als Ursache und zudem einen „Ost-West-Konflikt“ als negativen Begleitumstand erklärt hatte. Dagegen erhebt sich Empörung aus Berlin, wie in Artikeln der „Berliner Morgenpost“, der Zeitung „Der Tagesspiegel“ und der „Berliner Zeitung“ sowie Leserbriefen deutlich wird. So schreibt beispielsweise die Berliner Morgenpost: „Doch Thon hat auch noch ein Mentalitätsproblem als Auslöser des S-Bahn-Desasters ausgemacht. Für den altgedienten S-Bahner Heiner Wegner ist diese Schuld-Zuweisung der ‚Gipfel der Unverschämtheit‘. ‚Da versucht einer, von seiner eigenen Verantwortung abzulenken’, sagt Wegner gegenüber der Berliner Morgenpost. In dem Blatt heißt es weiter: „Der ehemalige Betriebsratsvorsitzende dürfte mit dieser Meinung nicht allein stehen. Auch der Berliner Fahrgastverband und Verkehrsexperten der Abgeordnetenhaus-Parteien sehen in Thon einen der Hauptverantwortlichen für die bis heute nicht ganz gelösten Probleme in dem einstigen Vorzeige-Unternehmen Berliner S-Bahn.“ Laut Berliner Morgenpost steht der Name Thon „für einen bis dahin beispiellosen Sparkurs, mit dem das Tochterunternehmen der Deutschen Bahn auf Gewinn getrimmt werden sollte. Unter Thon wurden nicht nur fast 900 der einst 3.700 Stellen bei der S-Bahn gestrichen, er setzte auch die Schließung von drei Werkstätten und den Abzug der Aufsichten von zahlreichen S-Bahnhöfen durch. Zu Thons ‚Verdiensten‘ gehört auch die Ausmusterung von mehr als 100 Zwei-Wagen-Einheiten der älteren Baureihe 485.“ Und weiter steht geschrieben: „Als im Sommer vorigen Jahres zahlreiche S-Bahn-Züge wegen fehlender Sicherheitschecks aus dem Verkehr gezogen werden mussten, war keine Fahrzeugreserve mehr da. Ein Großteil der stillgelegten Triebwagen, ... war zuvor verschrottet worden.“. Weiter heißt es in der Morgenpost: „Doch Thons fatalste Sparidee war, die Fristen für die Wartung der S-Bahn-Züge ‚zu spreizen‘. Im Klartext: Die Züge fuhren länger ohne Inspektion und Instandsetzung durch die Stadt als vom Fahrzeug-Hersteller vorgegeben. Selbst als 2006 bei einem Auffahrunfall im Bahnhof Südkreuz 33 Fahrgäste verletzt wurden, ließ der Technik-Chef die Besandungsanlagen der Züge nur alle 14 Tage statt einmal pro Woche überprüfen. Fehlender Bremssand wurde später als wesentliche Ursache für den Unfall ermittelt. Im September 2009 stellten Experten schließlich fest, dass bei S-Bahn-Zügen jahrelang die Bremszylinder nicht vorschriftsmäßig gewartet worden waren. Die Folge: Die für das schnelle Abbremsen, etwa in Gefahrensituationen, wichtigen Bauteile versagten reihenweise ihren Dienst. Nur Glücksumständen, so Verkehrsexperten später, sei es zu verdanken, dass es keine Unfälle gab. Der damalige Technik-Chef Ulrich Thon sieht sich jedoch bis heute für all diese Geschehnisse nicht verantwortlich“, schreibt die Zeitung. Und der Tagesspiegel schreibt: „Laboe ist ein hübsches Strandidyll, aber Thon sieht den Ort ... noch nicht da, wo er sein sollte: ‚Wenn man mit einem wachen Auge durch Laboe geht, entdeckt man unheimlich viel Potenzial, das es zu nutzen gilt.‘ Seine einstigen Untergebenen dürften bei solchen Worten erschauern. Denn auch bei der S-Bahn sah Thon unheimlich viel Potenzial. Zu seiner Zeit wurden Züge verschrottet, Wartungsintervalle gestreckt, Prüfdokumente gefälscht, Bremsen nicht mehr repariert und das Eisenbahnbundesamt als Aufsichtsbehörde mit einer falschen Selbstverpflichtung getäuscht.“ Weiter schreibt Der Tagesspiegel: „Als das Desaster da war (und Thon frisch zu DB Regio nach Frankfurt am Main gewechselt), berichteten S-Bahner, dass insbesondere Thon das Betriebsklima vergiftet und kritische Kollegen massiv eingeschüchtert habe. Zwar hat die Staatsanwaltschaft gerade ihre Ermittlungen eingestellt, weil den Ex-Chefs keine Straftat nachzuweisen ist, aber wie berichtet prüft die Bahn weiter, ob sie die Verantwortlichen in Haftung nehmen kann.“ „Der Tagesspiegel“ zitiert auch die Kommunalchefin: „Karin Nickenig (CDU), die ehrenamtliche Bürgermeisterin von Laboe, sagt, sie habe Thon bisher als ,kompetenten, durchsetzungsfähigen Menschen‘ erlebt, von dem sie sich ‚viel Beratung‘ verspreche. Fragen nach der Vorgeschichte ihres neuen Werkleiters findet sie despektierlich, spricht gar von einem ‚Kesseltreiben‘ durch die Berliner Medien. Auch Thon hatte seinen Abschied aus dem DB-Konzern in einer schriftlichen Mitteilung im März als ‚persönliche Antwort auf die permanente Medienkampagne gegen seine Person‘ bezeichnet“, schreibt „Der Tagesspiegel“ weiter. In Laboe dürfte man über diesen Rummel um den neuen Werkleiter nicht erfreut sein. Lenkt er doch von der eigentlichen Aufgabe in Laboe ab. Die Gemeinde wartet schließlich seit Monaten darauf, dass der Profi das finanzielle Ruder herumreißt und stattet ihn mit einem klaren Auftrag aus: „Die Kostenstruktur ist zu verbessern“, hatte die Bürgermeisterin erneut betont. Auch Zahlen fielen bereits in verschiedenen Sitzungen: Rund 150.000 Euro Einsparungen erwartet man beispielsweise im Bereich der Schwimmhalle, die derzeit fast eine halbe Million Euro Unterschuss erwirtschaftet. Doch für Ulrich Thon ist „die Situation in Laboe eine andere als in der Berliner S-Bahn“. Er hatte vermutlich geahnt, was sein erster öffentlicher Auftritt an seiner neuen Wirkungsstätte in der Berliner Medienwelt auslösen würde und angesichts seiner Erfahrungen in der Vergangenheit bereits einen Wunsch formuliert: „Gebt dem Neuen eine Chance.“ Astrid Schmidt
Rund 150.000 Euro Einsparungen erwartet man beispielsweise im Bereich der Schwimmhalle, die derzeit fast eine halbe Million Euro Unterschuss erwirtschaftet.
Bürgermeisterin Karin Nickenig verspricht sich viel Beratung von ihrem neuen Werkleiter Ulrich Thon Dienstag, 20. Juli 2010Wollten die Radler das Auto stehlen?Polizei schnappte in Laboe zwei Verdächtige Laboe. Die Polizei hat in der Nacht zu Montag zwei mutmaßliche Autodiebe geschnappt. Anwohner hatten gegen 1.45 Uhr die Polizei alarmiert, weil sich ein Mann an einem VW-Transporter am Probsteier Platz zu schaffen machte. Dank der genauen Beschreibung durch die Zeugen hielt die Laboer Polizei wenig später zwei 29 und 32 Jahre alte Radfahrer an. Wie sich herausstellte, lag gegen den 32-Jährigen bereits ein Haftbefehl vor. Die Beamten nahmen ihn sofort in Gewahrsam. Er ist bereits wegen anderer Eigentumsdelikte aufgefallen. Noch nicht alles: Im Laufe der Ermittlungen entdeckten die Beamten Fahrzeugpapiere und Autoschlüssel, die in der vergangenen Woche in Kiel gestohlen worden waren. Auch die Räder des Duos stammen vermutlich aus einem Diebstahl. Da dem 29-Jährigen nicht nachzuweisen war, dass er etwas mit dem versuchten Autoaufbruch zu tun hatte, kam er wieder auf freien Fuß, teilte die Polizei mit. hjs Mittwoch, 14. Juli 2010
Laboer Nick Nienhaus bot souveräne ... Geschrieben von Ostseebad Laboe
in Gemeinde, Personen, Sport und Erholung um
11:26
Laboer Nick Nienhaus bot souveräne Vorstellung Tennis-Talente trotzten beim 41. Flechsig-Turnier der Hitze – Technisch gute Spiele Kiel. Der ungesetzte Laboer U9-Junior (Jahrgang 2001 und jünger) Nick Nienhaus war auf den Tennisplätzen der TG Ravensberg einer von vier strahlenden Siegern beim 41. Dr.-Hannes-Flechsig-Turnier, das einmal mehr unter der Federführung von Marina Posern bemerkenswert kindgerecht durchgeführt wurde. „Es ist einfach klasse, das die Familie Flechsig dieses Turnier seit nunmehr 41 Jahren unterstützt, und dass sich neben der seit gut 20 Jahren als Turnierleiterin fungierenden Frau Posern mit Sabine Schlüter und Gaby Reiss immer wieder ein Stab findet, der bis zu den Urkunden hin einfach alles perfekt und liebevoll gestaltet“, meinte eine Mutter anerkennden. Und die 49 Talente bedankten sich für Ballonstarts, Zauberer und Grillen auf ihre Art: Absolut fair und ohne jede Klage absolvierten sie in der lähmenden Hitze ihr Programm, wobei sie zum Teil richtig gute Leistungen zeigten. Bei den 20 U10-Junioren, die ausnahmslos dem Jahrgang 2000 angehörten, kam es zu dem erwarteten, auch technisch guten Finale zischen Niklas Gutta (TSV Grube) und Fynn Henryk Lohse (TC an der Schirnau; 6:3, 6:0). Bei den mindestens um ein Jahr Jüngeren (U9) gab es mit dem bislang Fußball bevorzugenden Laboer Nick Nienhaus einen ungesetzten Sieger, der zudem keinen Satz abgab. In der Vorschlussrunde gab er dem allerdings dem Jahrgang 2002 angehörenden Turnierfavoriten Kevin Skrijeli (TC Mürwik) beim 6:1, 6:0 sogar eine kleine Lehrstunde. Die insgesamt 15 Junioren spielten nicht in einer k.o- Runde, sondern trugen Gruppenspiele aus, aus denen sich die Halbfinalisten ergaben. Herausragend dabei zum einen die aus der Lübecker Tennis-Dynastie Prehn stammende, erst neunjährige Paula, die nicht nur zum dritten Mal teilnahm, sondern ab der Vorschlussrunde kein einziges Spiel abgab. War sie die absolut überzeugende U9-Siegerin, tat sich in der U10-Konkurrenz (ab Jahrgang 2000) neben der Siegerin Melissa Luma (TC Mürwik) eine Achtjährige besonders hervor: Eva, Tochter des Trainers Vladimir Lys (TGA Henstedt-Ulzburg), der 2004 Vizelandesmeister hinter Julian Reister wurde, spielte sich bis ins Finale – der Apfel fällt eben nicht weit vom Stamm. ng Samstag, 10. Juli 2010
Neues Studio will verwöhnen Geschrieben von Ostseebad Laboe
in Gemeinde, Personen, Wirtschaft um
14:25
Neues Studio will verwöhnen Laboe. „Weibsbilder“ heißt das neue Nagel- und Friseurstudio von Bianca Schlösser. Die 44-Jährige eröffnet am heutigen Sonnabend ihr Geschäft in der Parkstraße 2 in Laboe. Mut zur Farbe – so könnte das Motto der Geschäftsfrau lauten. Dort, wo bislang ein Kindermodegeschäft die Adresse für die Jüngsten war, lädt Bianca Schlösser mit einem ausgefallenen Design vornehmlich Frauen ein, sich selbst ein wenig verwöhnen zu lassen. Sie bietet in ihrem Geschäft zwei Friseurplätze, die von Martina Lenschau betrieben werden. Die Eigentümerin selbst widmet sich den Fingernägeln ihrer Kunden. Sie will mit einem Prosecco, einem Cappuccino oder einem „Spät-Styling“ (ab 16 Uhr) Akzente setzen, will das gewisse Etwas für Junge und Junggebliebene schaffen. Dazu hat sie ein auffälliges Design gewählt. Eine cremefarbene Sitzecke vor satt-lila Wänden sorgt für Kontraste, eine Kugellampe mit scheinbar unzähligen Blüten-Lämpchen für einen besonderen Durchblick. Bianca Schlösser kehrt mit ihrem Geschäft zurück zu „mehr Freiheit und Eigenständigkeit“. Sie will „ein- bis zweimal im Monat“ in ihrem Studio „kleine Events“ anbieten und sieht sich in guter Gesellschaft mit ihren Mitbewerbern. asc |
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