Dienstag, 24. August 2010
Folkeboote setzen vor Laboe die Segel Geschrieben von Ostseebad Laboe
in Gemeinde, Maritimes, Sport und Erholung um
16:10
Folkeboote setzen vor Laboe die Segel
Morgen erste Wettfahrt um die DM – „Basislager“ in der Baltic Bay Laboe. Als Regattarevier ist die Kieler Außenförde vor Laboe bei Folkeboot-Crews seit jeher beliebt, der Trudelmaus-Pokal hat einen festen Platz im Regatta-Kalender der Langkieler. Zum 100. Geburtstag des Laboer Regatta Vereins (LRV) erhält das Revier nun den Ritterschlag. Von morgen an bis zum Sonnabend gehen 38 Crews auf der Ostsee auf Medaillenjagd bei der deutschen Meisterschaft. Es ist nach 1979 der zweite Folkeboot-Titelkampf vor Laboe. Die Top-Crews aus der deutschen Rangliste lassen sich dieses Ereignis natürlich nicht entgehen. Die Favoriten-Bürde hat dabei wohl erneut der aus Eckernförde stammende und inzwischen in Berlin wohnende Christoph Nielsen mit seiner „Chiquita“-Crew zu schultern. Der Führende der Rangliste musste sich in diesem Jahr bei der Kieler Woche zwar dem Dänen Per Jörgensen geschlagen geben, doch die nordischen Nachbarn sind nun wegen ihrer eigenen Meisterschaft nicht dabei. Ulf Kipcke aus Kiel, Dritter der Kieler-Woche-Rennen 2010, dürfte daher neben den Lokalmatadoren des LRV, Dirk Rohrbeck, Uwe Pfuhl und Sönke Durst, zu den stärksten Konkurrenten gehören. Zentraler Dreh- und Angelpunkt der deutschen Meisterschaft wird die Baltic Bay sein, die über die hierfür benötigte Infrastruktur verfügt. Dirk Rohrbeck hatte den Kontakt zu Andreas Prey von der Schiffswerft Laboe hergestellt, so dass jetzt das Liegen der gesamten Flotte an einem Steg, die Bereitstellung der benötigten Landflächen und Räumlichkeiten für das Regattabüro sowie die seit gestern laufenden Vermessungen gewährleistet sind. Ein Konzept, das dem ausgeprägten Zusammengehörigkeitsgefühl der Folkebootsegler entgegen kommt, denn es soll eine Veranstaltung der kurzen Wege werden. Der erste Startschuss ist morgen für 11 Uhr geplant. Insgesamt sind neun Wettfahrten vorgesehen, letzte Startmöglichkeit ist am Sonnabend um 14.30 Uhr. ra Samstag, 21. August 2010
"Segeln durchs Wasser wie durch ... Geschrieben von Ostseebad Laboe
in Gemeinde, Maritimes, Sport und Erholung um
16:54
"Segeln durchs Wasser wie durch Sahne"
In Laboe werden die Klassiker-Regatten ausgetragen – Imposante Beispiele alter Jachtbaukunst zu bewundern Laboe. Sie ist bundesweit die größte Veranstaltung ihrer Art und auch in Europa wohl einmalig – die German Classics. Zum 20. Mal werden die Klassiker-Regatten am Wochenende in Laboe ausgetragen. Über 130 klassische Jachten, darunter die 116 Jahre alte Kutterjacht „Peggy Bawn“ aus Irland und die 12er-Rennjacht „Heti“ von 1912, sind im Hafen versammelt und bieten auch Landratten noch bis Sonntag ein imposantes Bild. Von Astrid Schmidt Bug an Bug, im Päckchen zu viert und zu fünft, liegen sie an der Pier. Klare Linien verleihen ihnen ein schnittiges Bild. Und genau diese Linien haben es Hella Peperkorn aus Kiel angetan. Die passionierte Seglerin vom „Freundeskreis klassischer Yachten“ ist Mitorganisatorin der Klassiker-Regatten und hat eines mit allen teilnehmenden Skippern gemein: „Segeln ist für uns nicht nur Sport, Segeln ist ein Lebensgefühl“, meint die 47-Jährige. Des Wassers wegen ist sie seinerzeit von Bielefeld nach Kiel gezogen und segelt selbst seit über 25 Jahren. Doch erst vor fünf Jahren entdeckte sie die Vorzüge eines „Klassikers“. „Man segelt durch das Wasser wie durch Sahne, einfach Meterboot-Feeling. Aber es ist nicht nur das Segeln, sondern auch die Atmosphäre, wenn das Licht das Holz erwärmt“, schwärmt sie von ihrer „feinen Lady“. Ihr Boot, eine Rennjacht, neun Meter lang, 1,80 Meter breit, hatte sie in Dänemark „in einem sehr liebesbedürftigen Zustand“ entdeckt. In diesem Winter krempelte sie die Ärmel auf und wagte die Restaurierung. Sie hatte Glück und erhielt vom Sohn des Designers Tord Sunden (auch maßgeblich am Riss des Folkebootes beteiligt) die Original-Pläne. Nur so war es möglich, beispielsweise das Kastencockpit wieder auf die Originalform zurückzubauen, die an einen Kontrabass erinnert. „Vielleicht war er verliebt, als er diese Linien gezeichnet hat“, mutmaßt die Seglerin. Eine Veränderung zum Original: Peperkorn verzichtete auf das Leinendeck. Stattdessen ziert das lackierte Sperrholz ein Schandeck aus Mahagoni. Außerdem gönnte sie sich ein paar besondere Beschläge, die sie teilweise selbst gezeichnet hat. Eines habe sie sich auf die Fahne geschrieben, seit sie bei den Klassikern mitsegelt: Sie möchte mehr Frauen ermuntern, sich zu trauen, und führte deshalb ein Skipperinnen-Treffen ein. „Segeln ist immer noch eine Männerdomäne“, sagt sie. Vielleicht hat damit auch der Name ihres Bootes zu tun: „Oui, Oui!“ steht am Rumpf. Eine Besonderheit der Klassikerregatten ist für Segler als auch Besucher die in einem Hafen versammelte Typenvielfalt. Imposant anzuschauen ist beispielsweise auch das älteste Schiff: die 116 Jahre alte Kutterjacht „Peggy Bawn“ aus Irland. Originalgetreu restauriert, zeugt sie stilvoll und authentisch von alter Jachtbaukunst. Goldene Verzierungen am Bug, eine runde Luke an Deck oder auch die minimalistisch wirkende Ruderanlage verleihen ihr Stil und Authentizität. Denn vor allem darum geht es den Freunden klassischer Jachten. So unterschiedlich ihre Boote sein mögen – alle haben eines gemeinsam: Sie werden von ihren Eignern nicht nur liebevoll restauriert, gehegt und gepflegt, sondern auch dafür genutzt, wozu sie gebaut wurden: zum sportlichen Segeln.
Donnerstag, 19. August 2010
Fast 100 Jahre alt und nicht nur ... Geschrieben von Ostseebad Laboe
in Gemeinde, Maritimes, Sport und Erholung um
17:34
Fast 100 Jahre alt und nicht nur optisch topfit
XXII. German Classics starten an diesem Wochenende in Laboe – Restaurierungspreis wird vergeben Laboe. 100 Jahre Jachtgeschichte wird am Wochenende im Laboer Hafen lebendig. Rund 150 klassische Jachten, von der schnittigen Rennjacht bis zum robusten Folkeboot, sind von heute bis Sonntag, 22. August, im Ostseebad zu sehen. Von dort aus starten die teilweise hoch betagten Boote zu ihrer XXII. German Classics, bis vor drei Jahren als Klassiker-Regatta bekannt. Eine der Besonderheiten dieser von den Freunden klassischer Jachten ausgerichteten Segelveranstaltung ist die breite Typenvielfalt der Segelboote. Sie macht die Veranstaltung nicht nur für Segler interessant, sondern zur Augenweide für jeden Betrachter. Auch in diesem Jahr werden sie ein Hingucker sein – die sogenannten Zwölfer, (20 Meter lange Rennjachten, zum Teil fast 100 Jahre alt und gaffelgetakelt). Dabei sein werden auch Schären- und Mälarkreuzer, die in diesem Jahr erstmals ihren eigenen Pokal aussegeln. Von Seefahrtkreuzern, Spitzgattern, den KR-Kreuzern bis hin zu den hölzernen Drachenund Folkebooten ist alles vertreten. Doch so unterschiedlich die Schiffe sein mögen – eines haben sie alle gemeinsam: Sie sind durch die liebevolle Pflege und Restaurierung mit ihrem Jahrzehnte alten Schick erhalten. Angesichts der Teak-Decks, edler Holzeinlagen und Chrom und Messing glänzender Verzierungen können die Mühen nur erahnt werden, die die Freunde Klassischer Jachten aufgewendet haben. So ist dem Thema Restaurierung auch ein besonderer Schwerpunkt gewidmet. Am Freitag gegen 18 Uhr wird im Festzelt der Restaurierungspreis vergeben, der Eigner wird dann seine Arbeit in Wort und Bild vorstellen. Der sportliche Höhepunkt sind am Freitag und Sonnabend die Wettfahrten, auf denen die „betagten Damen“ zeigen, dass sie nicht nur optisch topfit sind. Begleitet wird die Veranstaltung von einem maritimen Markt, Live-Musik im Festzelt mit mitternächtlichem Jazz und Balladen. asc
Dienstag, 27. Juli 2010Geheimwaffe: "Kugelblitz"
„Vamos a la playa“ gewann Beach-Soccer-Cup in Laboe – Flaches Passspiel kaum möglich Laboe. Die Luft ist raus. Die meisten Fußballspieler machen Ferien. Doch einige Kicker nutzen die Ferienzeit, um am Strand in Form und am Ball zu bleiben. Die besten Teams Norddeutschlands trafen sich beim Beach-Soccer-Cup in Laboe. Die Lokalmatadoren, die unter dem passenden Namen „Vamos a la playa“ antraten, sorgten dabei für ihr eigenes Sommermärchen und gewannen die offene Landesmeisterschaft. Die erfolgreiche Elf, die sich seit drei Jahren regelmäßig zum Strandfußball trifft, ist eine Mischung von Ligaspielern und Freizeitkickern aus Heikendorf, Schönkirchen und Laboe. „Unsere Geheimwaffe ist aber unser Handballtorwart Jascha „Kugelblitz“ Fehlberg, der mit diesen Verhältnissen viel besser zurecht kommt als die meisten Fußballkeeper“, erzählt Jan Sell, der mit 15 Treffern Torschützenkönig des Turniers wurde. An diesem Erfolg sei Jascha mit seinen langen und genauen Abwürfen maßgeblich beteiligt. „Ein flaches Passspiel ist in dem welligen Sand kaum möglich, da sind die hohen Zuspiele besonders wichtig“, so Sell. Genau dieses schnelle und direkte Spiel sowie die kurzen, aber intensiven Laufduelle auf dem weichen Strand machen den Reiz des Strandkicks aus, zeigte sich auch der Präsident des schleswig-holsteinischen Fußballverbandes, Hans-Ludwig Meyer, begeistert. Hinzu kommen die besonderen Rahmenbedingungen. „Neben Sonne, Strand und Meer wird hier auch guter Sport geboten und mit viel Musik eine tolle Party gefeiert“, so Meyer bei der Siegerehrung. „Unser Verband muss auch neue Wege gehen und solche Veranstaltungen mit Eventcharakter bieten. Das ist eine gute Werbung für unseren Sport.“ dsn
Freitag, 23. Juli 2010
Hilfe in allen Lebenslagen Geschrieben von Ostseebad Laboe
in Gemeinde, Personen, Sport und Erholung, Tourismus um
09:43
Hilfe in allen Lebenslagen
Laboer DRK-Aktive sorgen am Strand für eine reibungslose Fremdenverkehrssaison Laboe. Sie sind Ersthelfer im wahrsten Sinne des Wortes – die Rotkreuzler in Laboe. Seit 45 Jahren leisten Mitglieder des DRK-Ortsvereins am Strand von Mai bis September Sanitätsdienst. Doch sie sind nicht nur Anlaufpunkt für Erste Hilfe, sondern auch Auskunftsbüro, Wegweiser, Fundbüro, Toilettenservice... – Helfer in allen Notlagen eben. Eine Schnittwunde am Fuß, ein Wespenstich, Kreislaufprobleme, Nasenbluten, fehlendes Toilettenpapier für das benachbarte öffentliche WC, die Suche nach der Kurverwaltung, die Frage nach Öffnungszeiten oder einer Zimmervermittlung – die Frauen in der Erste-Hilfe-Station des DRK haben Rat. Nicht nur für Gäste. Auch Laboer selbst nutzen im Notfall die allseits einsatzbereite ehrenamtliche Truppe. Der inzwischen verstorbene Rotkreuz-Helfer Wilhelm Schröder war es, der den Stranddienst Mitte der 60er Jahre aufgebaut hatte. „Ganz allein“ tat er damals Dienst – jeden Tag von 9 bis 19 Uhr, damals noch in einem Nebenraum eines öffentlichen Toilettengebäudes, dann in der Schwimmhalle. Als es dort zu eng wurde, stellte das DRK einen alten Bauwagen auf, die Helfer bauten ihn aus und schufen so ihr erstes eigenes, zehn Quadratmeter großes Domizil. Vor 25 Jahren dann griffen sie tief in die Tasche und kauften für 40 000 DMark von der Schiffswerft Knierim ein dreiteiliges Containergebäude. „Es wurde dort abgebaut und kam per Tieflader hierher an den Strand. Als Fundament musste eine Stahlkonstruktion gebaut werden. Am 19. Mai 1985 wurde unser Sanitätshaus, das gleichzeitig Vereinsheim ist, eingeweiht“, erinnern sich Ute Ulrich und der langjährige Ausbilder Uwe Gottorf. Er hat die kontinuierliche Entwicklung des Sanitätsdienstes als „so wichtige Dienstleistung für den Ort“ in zwei Ordnern festgehalten. „Möglich wurde das aber nur, weil das DRK 1973 die Sanitätsbereitschaft gründete und mit dem Rettungsdienst auch Einnahmen erwirtschaftete“, erinnert Ute Ulrich. Die langjährige Ortsvorsitzende ist von Anfang an dabei. „Helfen und das Menschliche daran“ ist ihre Motivation für fast fünf Jahrzehnte ungebrochene Einsatzfreude. Und damit steckt sie auch Neulinge wie Angelika Thiele an. „Ich bin vor zehn Jahren nach Laboe gezogen und fühlte mich gleich wohl. Ich möchte einfach etwas zurückgeben“, erzählt die gebürtige Berlinerin. Vor acht Jahren wurde sie Mitglied im Ortsverein und seitdem leistet sie Dienst, wo immer sie gebraucht wird. Doch es ist kein Helfersyndrom, was sie mit Uschi Zimmer, Sigrid Plambeck, Ruth Gottorf und den anderen verbindet: „Es ist ein schönes Miteinander, einer ist für den anderen da“, sind sich die Frauen und ihr „Hahn im Korb“ Uwe Gottorf einig. asc
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