Mittwoch, 8. September 2010
Mit Profi und Ehrenamt auf zu neuen ... Geschrieben von Ostseebad Laboe
in Gemeinde, Politik um
13:43
Mit Profi und Ehrenamt auf zu neuen Ufern
Laboes neuer Werkleiter: Ulrich Thon Laboe – Vor zwei Monaten fiel die Entscheidung in der Gemeindevertretung über eine der wichtigsten Personalien der Gemeinde Laboe: den hauptamtlichen Werkleiter. Am Freitag nun stellte Bürgermeisterin Karin Nickenig der Presse den Mann vor, auf dem hohe Erwartungen ruhen. Ulrich Thon, 53 Jahre alt, Maschinenbauingenieur, dreifacher Familienvater und in Neumünster zu Hause, wird am 23. August die Leitung des Eigenbetriebes und damit die Regie über die Betriebsteile Bauhof, Schwimmhalle, Tourismusbetrieb und Hafen übernehmen. Den Ausschlag für diese Wahl habe vor allem die „fachliche Qualifikation“ gegeben, erklärte die Bürgermeisterin. Werkleiter des erst vor wenigen Monaten gegründeten Laboer Eigenbetriebes - keine leichte Aufgabe, findet der Mann vom Niederrhein. Auch wenn er bisher eher „große Organisationseinheiten“ der freien Wirtschaft gewohnt war. Bis 1998 in einem großen Industriekonzern, dann als Leiter des Ausbesserungswerkes der Deutschen Bahn in Neumünster und schließlich als Technikchef der Berliner S-Bahnbetriebe. Dort geriet er dann Anfang 2009 in die Schlagzeilen. Ulrich Thon stand in der Kritik, durch seinen harten Sparkurs bei der Instandsetzung der Züge verantwortlich für das Berliner S-Bahn-Chaos im vergangenen Jahr zu sein. Montag, 6. September 2010
Welche Spielplätze werden gut genutzt? Geschrieben von Ostseebad Laboe
in Gemeinde, Politik um
13:44
Welche Spielplätze werden gut genutzt?Laboe will Konzept erarbeiten Laboe. In Laboe wollen sich die Ortspolitiker ein klareres Bild über die Nutzung der Spielplätze machen. Der Ausschuss für Schule, Kultur und Soziales beschloss in seiner jüngsten Sitzung, konkrete Zahlen zu sammeln. Ziel sei es, ein Spielplatzkonzept für die Gemeinde aufzustellen, sagte Bürgermeisterin Karin Nickenig. Mit der Datensammlung befasst ist der Arbeitskreis Spielplätze. Bis zur nächsten Ausschusssitzung soll das Konzept mit einer Zielformulierung vorliegen. Die Bürgermeisterin erhofft sich Aufschluss darüber, welche Spielplätze wie gut besucht werden. „Welche Spielplätze müssen aufgestockt werden, welche könnten auch aufgegeben werden? Diese Fragen wollen wir anpacken“, betonte sie. Nicht mehr realisiert werden soll hingegen der ursprünglich angedachte Runde Tisch zum Themas Vandalismus. „Es ist ruhig geworden“, so die Bürgermeisterin. Im vergangenen Jahr hatte eine Reihe von Sachbeschädigungen im Ort das Thema auf die Tagesordnung gehoben. Eltern von Kindergartenkindern können sich über konstante Beiträge freuen. „Wir werden dieses Jahr keine Erhöhung vornehmen“, sagte Nickenig. Grund dafür sei, dass der Elternbeitragsanteil an den Kita-Kosten in Laboe mit 35 Prozent über dem Mindestsatz von 30 Prozent liege. Einen positiven Bescheid erhielt die Bürgermeisterin vom Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und Ländliche Räume (LLUR) über die gewünschte Förderung der geplanten Spielerlebniswelt „Unterwasserwelten“ in der Dünenlandschaft. Für das 110 000 Euro teure Leuchtturmprojekt der AktivRegion Ostseeküste kann Laboe mit einer 55-prozentigen Förderung rechnen. Die Ko-Finanzierung soll über den Haushalt des kommenden Jahres erfolgen, erklärte Karin Nickenig. jac Freitag, 3. September 2010Was tun mit dem Hafenpavillon?Laboer Bauausschuss erteilte drei Prüfaufträge an die Verwaltung Laboe. Für das weitere Vorgehen im Zusammenhang mit der dringend erforderlichen Sanierung des denkmalgeschützten Hafenpavillons in Laboe hat der Bauausschuss der Gemeinde in seiner jüngsten Sitzung drei Prüfaufträge an die Verwaltung erteilt. Im Fokus stehen dabei der Vorschlag, das Gebäude für einen Euro zu verkaufen, die Frage nach öffentlichen Zuschüssen und die Möglichkeit, sich die Lasten der Sanierung mit den Nutzern zu teilen. Der Zustand des Hafenpavillons ist nicht erst seit vorgestern bekannt. Bereits 2004 haben Architekten Mängel am Gebäude festgestellt und Sanierungskosten in Höhe von 550 000 Euro ermittelt. In jüngster Zeit machen jedoch darüber hinaus verstopfte Abwasserleitungen Probleme, deren Sanierung zusätzliche Kosten in Höhe von rund 150 000 Euro verursachen würde. Die Sachlage ist demnach akut: was tun mit dem Gebäude? Angesichts der zu erwartenden finanziellen Belastungen für die Gemeinde hatte der LWG-Fraktionsvorsitzende Jochen Nazareth die Idee in die Runde geworfen, das Gebäude für einen Euro an die derzeitigen Pächter zu verkaufen und sie in einer Art Eigentümergemeinschaft in Eigenregie das Gebäude sanieren zu lassen. Derzeit befinden sich im Hafenpavillon ein Angelladen, der Verein Ole Schippn, ein Kiosk, ein Fischimbiss, ein kleines Restaurant und ein Eisverkäufer. Mit knapper 5:4-Mehrheit bei einer Enthaltung beschlossen die Ortspolitiker, den Ein-Euro-Vorschlag von der Verwaltung prüfen zu lassen. Einig war sich der Ausschuss hingegen darin, erfahren zu wollen, ob für die Sanierung des denkmalgeschützten Rohbaus öffentliche Zuschüsse fließen könnten. Eine vom CDU-Fraktionsvorsitzenden Horst Etmanski vorgeschlagene Differenzierung zwischen Rohbau und „Innenleben“ mündete in einen dritten Prüfauftrag, der mit 6:4-Mehrheit gebilligt wurde. Untersucht werden soll demnach, ob die Gemeinde sich auf die Sanierung des Rohbaus mit Fenstern, Türen und Leitungen konzentriert und die Nutzer den Innenausbau übernehmen könnten. Hierzu sollen mit den Pächtern Gespräche geführt werden. jac Donnerstag, 2. September 2010
Haus I soll weg, Toilettenfrage vertagt Geschrieben von Ostseebad Laboe
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15:05
Haus I soll weg, Toilettenfrage vertagtIm Laboer Bauausschuss beschäftigte man sich erneut mit zwei gemeindlichen Dauerbrennern Laboe. Der Laboer Bauausschuss hat das Ansinnen der Bürgermeisterin, Karin Nickenig, den bereits Ende 2008 beschlossenen Abriss des ehemaligen Schulgebäudes Haus I weiterhin auszusetzen, verworfen. Mit 6:4 Stimmen votierten die Ausschussmitglieder dafür, am Abriss festzuhalten. Die Pläne der Bürgermeisterin, das Gebäude für dringend nachgefragte Nutzungen zur Verfügung zu stellen, kommen damit nicht zum Tragen. Raumbedarf hatte, wie berichtet, in erster Linie die DRK-Kleiderkammer angemeldet. Sie ist derzeit im Hafenspeicher untergebracht, wo der Gastronom der „Fischküche“ aber die Sozialräume für seine Mitarbeiter erweitern möchte. Untergebracht werden sollen im Haus I nach einem früheren Beschluss auch Gruppen des DRK-Kindergartens, wenn dessen Gebäude umgebaut wird. Die Bürgermeisterin hatte ihren Vorschlag auch damit erklärt, dass die Gemeinde durch die Vermietung der Räume Einnahmen erzielen könnte. Auf der anderen Seite stünden Abrisskosten von 30 000 Euro sowie Aufwendungen in Höhe von 35 000 Euro für den Bau eines Parkplatzes für das Beeke-Sellmer-Haus. Aber: „Für einen Abriss haben wir kein Geld“, so die Bürgermeisterin. Der LWG-Fraktionsvorsitzende Jochen Nazareth sprach sich dafür aus, die Kosten für den Abriss in den Haushalt 2011 einzustellen. Keine Entscheidung fiel nach einer erneuten, eineinhalbstündigen Diskussion über das vom Stadtplaner Oliver Kühle vorgelegte Konzept mit sieben Standorten für eine Neugestaltung der öffentlichen Toiletten in Laboe. Die Ortspolitiker äußerten Präferenzen für die Standorte Hafenumfeld, das als Knotenpunkt für Gäste und Einheimische fungiere, und DRKStation, wo zurzeit nur eine Container-Lösung Abhilfe schafft, die zuerst „versorgt“ werden sollten. Das Thema geht nun zunächst wieder in die Fraktionen, zur Werkausschusssitzung am 8. September soll es dann wieder auf den Tisch kommen. Einen Schritt voran sind die Ortspolitiker mit den Beratungen über die Toilettensituation im Restaurant „Buena Vista“. Wie berichtet, hatte der Gastronom Hartmut Mai nach vergeblichen Versuchen, für die WCs im gemeindeeigenen Gebäude eine Sanierung herbeizuführen, vor den Eingängen ein Drehkreuz mit 50-Cent-Bezahlpflicht installiert, um ständig steigenden Kosten Herr zu werden. Die Toiletten können nicht nur von den Restaurantbesuchern, sondern auch von der Öffentlichkeit benutzt werden. Der Bauausschuss hat sich jetzt nach Angaben der Bürgermeisterin im nicht öffentlichen Teil dafür ausgesprochen, einen beträchtlichen Betrag“ für eine WC-Sanierung aufzubringen. Gefordert werde allerdings weiterhin der Rückbau des Drehkreuzes. Gastronom Mai lehnt dies jedoch im Gespräch mit den KN ab. Der Pächter will an dem Drehkreuz als seiner Meinung nach bestmöglichem Bezahlsystem festhalten. jac Freitag, 13. August 2010
Sauna sorgt für erhitzte Stimmung Geschrieben von Ostseebad Laboe
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15:06
Sauna sorgt für erhitzte Stimmung
Gemeinde führt Betrieb zunächst weiter und prüft neues Konzept Laboe (CC) Es kündigte sich bereits Anfang des Jahres an, im Mai wurde das vorläufige Insolvenzverfahren für die Saunalandschaft in der Laboer Meerwasserschwimmhalle beantragt, am 1. August wurde es nun eröffnet. Das bestätigte der Insolvenzverwalter auf Nachfrage. Dort hieß es auch: „Es gibt mehrere Interessenten für den weiteren Betrieb.“ Wie Laboes Bürgermeisterin Karin Nickenig nun mitteilte, soll „der Geschäftsbetrieb der Saunalandschaft mit Bistro in Laboe weiter gehen“. Diese Auffassung sei von den Gemeindevertretern einstimmig in der jüngsten nicht öffentlichen Sitzung vertreten worden. „Die Verwaltung wurde beauftragt, im Zusammenwirken mit dem Insolvenzverwalter kurzzeitig mit eigenem Personal den Saunabetrieb fortzuführen. In Bezug auf das Bistro soll ebenfalls nach einer kurzzeitigen, das heißt für ein bis zwei Monate dauernde, Vermietungslösung gesucht werden“, so die Bürgermeisterin weiter. Bis Anfang September, zur nächsten Werkausschusssitzung, sind von der Verwaltung im Zusammenwirken mit dem Insolvenzverwalter die wirtschaftlichen Rahmendaten für das weitere Vorgehen zu erarbeiten“, kündigte Nickenig das weitere Vorgehen an. Denn die Gemeinde ist mit einem nicht unbeträchtlichen Teil selbst am Saunabetrieb beteiligt. Denn endlich konnte nach zwei Jahre währendem Leerstand im Erdgeschoss eine ergänzende Nutzung für die ohnehin defizitäre Schwimmhalle gefunden werden. Optimistisch suchte die Gemeinde damals noch in Regie des damaligen Bürgermeisters Sönke Körber nach neuen, gangbaren Wegen und Synergien, ging schließlich eine Kooperation mit dem Investor ein. Dazu gehörten seinerzeit Eigenleistungen für den Umbau des Foyers, das auf der Grundlage eines Kooperationsvertrages von kommunal betriebener Schwimmhalle und privat geführter Sauna gemeinsam genutzt wird. Außerdem übernahm die Gemeinde per Vertrag eine Bürgschaft in Höhe von 50 Prozent der Investitionssumme. Die Bürgschaft beläuft sich inzwischen auf 360.000 Euro und liegt der Gemeinde heute schwer im Magen. Derzeit sei noch kein Geld geflossen, erklärte nun der Rechtsbeistand der Gemeinde auf Nachfrage. Doch das Konzept ging nicht auf. Nach den Gründen dafür („Liegt es am Konzept oder am Investor?“) fragen sich jetzt die Politiker. Sie befassen sich nun mit einem neuen Vorschlag eines Interessenten, wie die Sauna genutzt werden könnte. Doch ob das mit den Interessen der Gemeinde, „eine schwarze Null am Ende“, übereinkommt, ist noch völlig offen. „Es sind noch viele Details zu klären“, bestätigte Walter Riecken (SPD) im PH-Gespräch. Für ihn kommt eines nicht in Frage: „Die Gemeinde darf sich nicht noch einmal finanziell beteiligen.“ Doch über eines sind sich alle Fraktionen einig: „Abschließen wäre die schlechteste Lösung“, erklärte auch Jochen Nazareth von der LWG. Auch das Betreiben in eigener Regie wird durchaus kritisch gesehen in den beiden Fraktionen. Man habe ohnehin bereits seit Anfang des Jahres mit gemeindeangehörigem Personal ausgeholfen, ob das bei der Reinigung oder beim Empfang sei, räumte die Bürgermeisterin ein. Wünschenswert sei eine Lösung, bei der „die Gemeinde mit Plus-Minus-Null aus der Sache herauskommt“, so der Tenor der Politiker. Ein entscheidender Faktor dafür wird der Pachtzins sein, den der neue Interessent zahlen muss. Bleibt also zu hoffen, dass wirtschaftliche und kommunale Interessen zueinander finden.
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